176 S. Bondi, Synthese der Salicylursäure. In 100 Teilen Berechnet : I. II. Gefunden : III. IV. V. VI. Ag = 35,76 °/o 35,86'o/o 36,04o/o 36,66°/© — — — N = 4,63 °/o — — - 4,77 > — — C — 35,76 °/o — — - - 36,03o/o 35,74°/» H = 2,98 > — — - - 3,11 °/o 2,78 o/o Die vorstehenden Zahlen zeigen, daß es auf dem Wege des Salicylsäureacids gelingt, die Salicylursäure aufzubauen. Ein weiterer Beweis wurde erbracht durch die Zersetzung der Salicylursäure. Kocht man das Silbersalz einige Stunden mit Salzsäure, so läßt sich mit Äther eine Substanz extrahieren, welche nach Aussehen, Löslichkeit und Schmelzpunkt (156°) der reinen Salicylsäure entspricht. Die synthetische Salicylursäure stimmt mit der im Harne auftretenden völlig überein, soweit deren wichtigste Eigen¬ schaften sich aus der Beschreibung von Bertagnini erkennen lassen. Literatur. • • 1. Samuel Bondi und Martin Jacoby, «Uber die Verteilung der Salicylsäure bei normalen und infizierten Tieren», Hofmeisters Beiträge, Bd. VII, S. 514. 2. Bertagnini, Liebigs Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. XCVII, S. 249, 1856. 3. Pickard und Beck, Berliner Berichte, Bd. VIII, S. 817. 4. Baum, Diese Zeitschrift, Bd. IX, S. 465. Eine einfache Methode zur künstl. Darstellung von Hippursäure und ähnlich zusammengesetzten Verbindungen. 5. Lehrbuch der organischen Chemie von Victor Meyer und Paul Jacobson, Bd. II, S. 631. 6. Kekulè, Lehrbuch der organischen Chemie, Bd. IV, 1. Lieferung, 1887, nach Anschütz und Gildemeister. 7. S. Bondi und Ernst Müller, Synthese der Glykocholsäure und Taurocholsäure, Diese Zeitschrift, Bd. XLVII, S. 459. 8. Struve und Radenhausen, Über Acide substituierter Benzoe¬ säuren, Journal f. prakt. Chemie, Nr. 52, 227.