Die Wirkung des Pankreassaftes auf das Hämolysin des Cobra- giftes und seine Verbindungen mit dem Antitoxin und Lecithin. Vnn Yutaka Teruurhi. (Aus m Konigl Institut für experiment«^ Therapie, Direktor: Gehei,„rat l’rof |)r » Mir lieh. K-xperimentell-biolotrisehe Abteilung: Dr. II. Sachs. > • Der Hedaktion zugetranpen am 1!*. April 1907.1 Im folgenden möchte ich mir erlauben, über einige Be¬ obachtungen zu berieliten, die aus äußeren Ursachen unvoll¬ ständig bleiben mußten, die aber doch einiges Interesse bieten mn einen kurzen Bericht zu rechtfertigen. Es handelt sich um die Einwirkung der Verdauungssäfte aut das Cobrahämolysin uii'l s<,||"‘ Verbindungen, die es einerseits mit dem Lecithin, anderseits mit dem Antitoxin eingeht. Zur Verfügung stand mir reiner Pankreassaft und der zur Aktivierung notwendige Itamisait, die beide in trockenem Zustande waren und vom Hunde stammten. Ich verdanke sie dem freundlichen Entgegen¬ kommen von Herrn l)r. London in St. Petersburg. Das geeig- nele Vordauungsgemiseh bestand aus 0,2ô g getrockneten Pankreassafts I 0,07 g getrockneten Darmsafts -j- io ccm physiologischer (0,Hol’/,iiger| Kochsalzlösung. Das Gemisch blieb 1- 2 Stunden bis zur klaren Lösung bei : 17» stehen. Es wirkte aut Eiweiß proteolytisch (Mettsche Methode) und stark lipo- lytisch aut Kelt und in Übereinstimmung mit den Angaben von I. Mayer, sowie Seliumoff-Simanowski und Sieber1) auch aut Lecithin, wie besondere Vorversuche zeigten. Dieses Ver¬ dauungsgemisch wurde zur Einwirkung auf Cobragift, Lecithin ') P Mayer. Iliucht-misrhe Zeitschrift, Bel. I. S. .•Ill, C. Srhuinofl-Siinanowski und N. Sieber, Diese Zeitschrift, ltd. XI.IX. S. all, IINNI. Cf. auch 0. Neuberg und K. Hosenberg. Herliner klm. Wocli.. ÜH»7. Nr. 2.