Der Einfluß des Lecithins auf die Wirkung der Verdauungsfermente. 487 nach abgelaui'ener Verdauungszeit mit Glaubersalz gefällt. Der Versuch 6 diente als Kontrollversuch zu 1, um zu zeigen, um wieviel die während des Versuchs eintretenden Temperatur¬ schwankungen vom Einstellen des ersten bis Herausnahme des letzten das Resultat beeinflussen konnten. Man sieht, daß die Verschiebung eine sehr geringe war und daß das Resultat höch¬ stens im verdauungsfördernden Sinne hätte beeinflußt werden können. Es geht aus dieser Tabelle hervor, daß das Lecithin bei diesem durch Wärme beeinflußten Magensafte verdauungs¬ fördernd gewirkt hat. Die Steigerung geht progressiv weiter und hat wahrscheinlich bei 0,8 °/o Lecithinzusatz noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Im Vergleich zu Tabelle V liegt das Maximum der Regünstigung hier höher. Während dort bei 0,6 °/o die höchste befördernde Wirkung des Lecithins, nämlich 15,38 °/o erreicht war, steigt sie hier, wenn auch allmählicher, von 10,46°/o bei 0,6°/o Lecithinzusatz auf 13,37 °/o bei 0,8°/o Lecithinzusatz. II. Versuche mit Pankreassaft. A. Wirkung des Lecithins auf proteolytisches Enzym. Ebenso wie beim Magensafte wirkt auch beim pankrea- tischen Safte der Lecithinzusatz teils befördernd, teils verzögernd auf die Verdauung ein. Die einschlägigen Versuche wurden nach der von Löhlein modifizierten Vol hard sehen Methode gemacht mit einer alkalischen Caseinlösung, die pro Liter 50 g Casein gelöst in 40 ccm Vi-n-NaOH enthielt. Tabelle XII. Verdaut bei 40°; 1,1697°/oige wässerige Lecithinlösung Kahlbaum. Nr. Vol- hard- sehe Lösung in ccm Casein in g Wasser in ccm Ver¬ daut in Stun¬ den Pankreas¬ saft unver¬ dünnt in ccm Lecithin¬ zusatz in ccm 1 °/o zum Pankreassaft Säure¬ zuwachs in Vs o-n-KOH auf 5 ccm 1 ccm Pankreassaft Zunahme gegen den Parallelversuch ohne Lecithin in ccm j in °/o 1 100 5 280 1 5 — — 237,5 47,5 — — 2 100 5 279 1 5 1 0,24 224,7 44,94 — 2.56 j — 5,39 3 100 5 1 278 1 5 2 0,48 217,1 43,42 — 4,08 — 8,6