486 S. Küttner, Im Vergleich mit Tabelle IX ist die verdauende Kraft des Magensaftes durch 2 mal 24 ständiges Stehen im Thermostaten von 3auf 1 /s mm, also um 50ö/o zurückgegangen. Ferner ist zu ersehen, daß bei dem im Thermostaten gestandenen Magen¬ saft durch Lecithinzusatz eine bedeutend höhere Beförderung erzielt werden konnte. Der 48 Stunden kalt gestandene Magensaft wurde mit dem im Thermostaten gestandenen auch nach Volhard nach 24 und 48 Stunden in seiner Verdauungskraft geprüft; dabei hatte der im Thermostaten gestandene im Verhältnis zu dem kalt gestandenen abgenommen nach 24 Stunden um 19,42 °/o 48 » » 42,48°/o. Mit dem nun so in seiner VerdauungsWirkung stark geschwächten Magensafte wurden unter verschiedenen Lecithinzusätzen nach Volhard folgende Ansätze gemacht. Tabelle XI. Verdaut bei 40°, Lecithinlösung l°/° von Merck. Nr. Gasein in g 7io-n- HC1 in ccm Wasser in ccm Magen¬ saft in ccm Ver¬ daut in Mi¬ nuten 1 2,5 35 115 5 40 2 2,5 35 114 5 40 3 2,5 35 113 5 40 4 2,5 35 112 5 40 5 2,5 35 111 5 40 6 2,5 35 115 5 40 Lecithin¬ zusatz in °/o ccm 0 1 2 3 4 0 0,2 0,4 0,6 0,8 Säurezuwachs in ccm 1/20"n_ KOH pro Zunahme im Vergleiche zum Parallel¬ versuche 5 ccm 1 ccm ohne Lecithin in Magensaft ccm °/o 34,4 6,88 — — 35,4 7,05 0,17 + 2,47 36,2 7,24 0,36 + 5,23 38,0 7,6 0,72 + 10,46 39,0 7,8 0,92 +13,37 34,0 6,8 GO o © - 1,16 1 und 6 waren ohne Lecithinzusatz und zwar aus fol¬ gendem Grunde. Um ganz genau nach der Sekunde jeden Versuch in Wirkung treten zu lassen und dann nach der bestimmten Zeit ausschalten zu können, wurde jeder folgende Versuch 1 Mi¬ nute später als der vorhergehende mit Magensaft versetzt und