Der Einfluß des Lecithins auf die Wirkung der Verdauungsfermente. 483 Im Gegensatz zu den früheren Versuchen mit Lecithin¬ zusatz sieht man hier zunächst bei den kleinsten Zusätzen ein Fallen der Acidität, das sich beim erhöhten Zusatz noch steigert, um dann wieder abzunehmen. Die folgende Reihe soll die Ab¬ nahme in Prozenten gegenüber dem Versuche ohne Lecithin klarlegen. Lecithinzusatz in Prozenten Ohne 0,2 °/o 0,4 °/o 0,5 °/o 0,6 °/o o CO cT 16. XI. 06 —- — 9 — 15.75 ? — — 8,36 17. XI. 06 — -3,43 — 4.12 ■— — 2,06 — 18. XI. 06 — — 2,21 — 4,06 — — Es wird also der verdauungsstörende Einfluß von Tag zu Tacr geringer, während aber auch Gleichzeitig die verdauende Kraft des Magensaftes, wie es aus den täglichen Proben ohne Lecithinzusatz hervorgeht, von Tag zu Tag abnimmt. So nähern sich die Werte ohne und bei 0,2°/oigem Lecithinzusatz einander immer mehr und es ist erklärlich, warum sich bei der früheren Portion Magensaft in der Kurve, die mit einem ca. 8—9 Tage alten Magensafte aufgestellt wurde, überhaupt zuerst kein stö¬ render Einfluß des Lecithins bemerkbar machte. Es ist wohl mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß das Lecithin im obigen Versuche bei richtig gewähltem Lecithinzusatze noch befördernd gewirkt hätte, was durch folgenden Versuch noch bekräftigt wird. Derselbe wurde unter sonst gleichen Versuchsbedingungen nur bei 40 Minuten Verdauungsdauer ausgeführt. Tabelle Vllb. Verdaut 40 Min. bei 40°. Säurezuwachs in 720-n“KOH. Lecithinzusatz in Prozenten Ohne 0,3 0,6 0,9 1,2 1,5 1,8 Säurezuwachs in Va o-n-KOH 44 40.4 j 43,8 45,8 43 41 40,6 Befördernder resp. verzögernder Einfluß des Lecithins in Prozenten — — 8,18 — 0,45 + 4,09 — 2,32 — 6,81 — 7,73 33*