482 S. Küttner, 7 Man sieht auch hier wie bei Tab. V einen ziemlichen Sprung von 0,286 °/o nach 0,572 °/0, der aber schon bei 0,428 °/o seinen Höhepunkt hat und bei 0,714 °/o nicht besonders fällt. Es ist vielleicht möglich, daß das Begünstigungsmaximum hier zwischen 0,428°/o und 0,572o/0 liegt und dann allmählich über 0,714°/o nach 0,858°/o und dann noch weiter fällt. Es geht aus diesem Versuche hervor, daß der Punkt der höchsten Be¬ günstigung sich nicht genau feststellen läßt, vielleicht weil sich sehr schnell der störende Einfluß des .Lecithinüberschusses be¬ merkbar macht. Die obigen Versuche hatten sich mit demselben Magen¬ safte über die Zeitdauer von 10 Tagen erstreckt; der Magen¬ saft war während dieser Zeit bei ungefähr 10° C. gestanden und hatte nach und nach in seiner proteolytischen Wirkung abgenommen. Es war daher interessant, auch einen frischen Magensaft bei gleichen Versuchsbedingungen auf seine Beein¬ flussung durch Lecithin zu prüfen. Die hier folgenden Versuche wurden mit einer kleineren Portion von 200 ccm an drei aufeinander folgenden Tagen mit verschiedenen Zusätzen Lecithin unter sonst gleichen Versuchs¬ bedingungen wie den bei der letzten Tabelle angeführten aus¬ geführt. Die einzelnen wagerechten Beihen geben direkt die Aciditätszunahme in 1/2o-n-KOH bei den angeführten Prozent¬ zusätzen Lecithin an, die senkrecht unter einander stehenden die entsprechenden Versuche der drei aufeinander folgenden Tage. T abelle Vila. 2,5 g Casein, 115 ccm Wasser, 35 ccm ^îo-n-HGl, 5 ccm Magen¬ saft und dem höchsten Lecithinzusatze entsprechende Wasserausgleiche, l°/oige wässerige Lecithinemulsion (Merck). Verdaut 1 Stunde bei 40°. Säurezuwachs in 1/2o-n-KOH. Lecithinzusatz in Prozenten Ohne 0,2 > 0,4 °/o 0,5 °/o 0,6 °/o 0,8°/o 16. XL 06 62,2 56,6 — 52,4 — 57 17. XI. 06 58,2 56,2 55,8 — 57 — 18. XI. 06 54,2 53,0 52,0 — — —