Weitere Untersuchungen über Eiweißsynthese im Tierkürper. 117 Am letzten Tage der Periode I ist der N-Verlust = 7(5,9 mg. Während der Periode II (22 /12.—28 /12 ), wo das Tier Säure¬ spaltungsprodukte des Caseins erhielt, sank der durchschnitt¬ liche tägliche Verlust auf 57 mg, um während der Periode III auf 70,1 mg (durchschnittlich pro Tag) zu steigen. Für die 3 Perioden haben wir also die folgenden 3 Zahlen zum Vergleiche: 7t),9 — :>7,0 — 76,1. Daß wir hier eine deutliche stiekstoff- ersparende Wirkung haben, läßt sich nicht bestreiten. II. Fütterungsversuche mit Protaminen. Zu diesen Versuchen wandten wir fast ausschließlich Clu- peinsulfat oder Clupeincarbonat an, die nach den von Kossel angegebenen Methoden dargestellt wurden. In allen Fällen, wo wir Salmin- oder Seombrinsulfat darzustellen versuchten, er¬ hielten wir stets Sulfate mit gar zu geringem N-Gehalt, wahr¬ scheinlich weil wir kein völlig reifes Sperma benutzten. \\ as unsere Versuche mit Protaminen sonst bctrifH, so leiden sie an dem Mangel, daß es nicht gelang, sie so durch- zuführen, daß die Tiere während des ganzen Versuches genau dieselbe Menge Futter verzehrten. Indes sind die Resultate dennoch so deutlich, daß wir zu behaupten wagen, durch un¬ sere Versuche wesentliche Aufschlüsse über die Bedeutung der Protamine für den Stickstoffumsatz erzielt zu haben. Wie bei den vorhergehenden Versuchen finden sich auch hier 3 Perioden. Periode I, wo stickstofffreies Futter gegeben wurde, Periode II, wo das Futter Protamin enthielt, und Pe¬ riode III, wo das Futter wieder stickstofffrei war. Versuch III. Das Futter bestand vom 0,8. bis 15./8. 05 aus: So g Fett. 35 g Zucker. 15 g Cellulose. 5 g Salzen. Vom 15./8. bis 22,8. war das f uller : 7.5 g Clupeinsulfat, 45 g Fell. 15 g Zucker, 7.5 g Cellulose ■i K Salze. Prozent N -, 2.05. Vom 22.,8. his 20./8. dasselbe Fuller n ie wahrend der Periode I.