Weitere Untersuchungen Ober Eiweißsynthese im Tierkörper. Von V. Henriques und ('. Hansen. (Der Redaktion zugegangen am 7. September liKi* *;.) ln einer früheren Arbeit1) teilten wir die Resultate éiner Reihe von Versuchen mit, die angestellt wurden, um zu unter¬ suchen, ob die Spaltungsprodukte der Albuminstoffe i dargestellt teils durch Einwirkung von Trypsin + Erepsin, teils durch Einwirkung von Mineralsäuren) imstande seien, den tierischen Organismus vor Verlust an Stickstoff zu schützen. Das Ergebnis unserer Untersuchungen war in Kürze folgendes: 1. Die Säure¬ spaltungsprodukte des Caseins sind nicht imstande, den tierischen Organismus vor Verlust an Stickstoff zu schützen, selbst wenn diese Produkte in reichlicher Menge zugeführt werden: 2. Zu¬ fuhr derjenigen Stoffe, die durch lange dauernde Einwirkung von Trypsin -f- Erepsin aus Albuminstoffen entstehen, kann das N-Gleichgewicht oder sogar Ablagerung von Stickstoff im Körper hervorbringen: 3. der N-Verlust kann auch durch die¬ jenigen Verbindungen des trypsinverdauten Stoffes gedeckt wer¬ den, die nicht durch Phosphorwolframsäure gefällt werden (die Monoaminosäuren): 4. dasselbe gilt von denjenigen Verbindungen un trypsinverdauten Stoffe, die in 50° warmem Alkohol (9tj°/o) löslich sind: 5. die in Alkohol unlöslichen Verbindungen, die sich im trypsinverdauten Stoffe befinden, scheinen dagegen nicht imstande zu sein, den täglichen N-Verlust zu decken. Was die Frage nach der Bedeutung der Säurespaltungs¬ produkte der Albuminstoffe für den Organismus betrifft, so sind unsere Versuchsresultate seitdem von Abderhalden und Bona bestätigt worden.2)“ ‘i Diese Zeitschrift, Bd. XLIII. S. 417. *j Diese Zeitschrift, Bd. XLIV, S. 1UH. Hoppe-Seyler s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLIX. 8