Beiträge zur Kenntnis der Hemicellulosen. Von N. Castoro. <Aus ticni ;k|!rikiiltiir-('licnii.<(-liv'n l.ahorntorium dos Polytechnikums in Zürich.) (I>er Hodaktion zugogangen am 2S. August Dio I iiitersuchung, über welche ich im folgenden berichte, schlieli! sich den von K. Schulze und mir1) früher publizierten Arbeiten über Hemicellulosen an. Als Objekte für letztere Arbeiten dienten die Samen von Lupinus hirsulus, sowie das unterste Stengelglied des Hesenrieds (Molinia caerulea). Die in den Gnlyledoncn der genannten Samen in reichlicher Quantität enthaltenen Hemicellulosen lieferten bei der Hydrolyse Galaktose und Arabinose: beide Zuckerarteu konnten in Krystallen rein durgestellt werden. Die im Stengel der Molinia caerulea ent¬ haltenen Hemicellulosen lieferten Xylose; neben letzterer konnten d-Glukose und f ruktose ziemlich sicher nachgewiesen werden. Kür die jetzt ausgeführte Untersuchung verwendete ich als Objekte die an Hemicellulosen reichen Samen von Huscus aculoatus — ein Material, auf das ich von Herrn Dr. H. C. Schel¬ lenberg aulmerksam gemacht wurde —, sowie die Schalen der Samen von Kinns Ombra, Lupinus angustilblius und Lu¬ pinus albus..Nach der mikroskopischen Untersuchung bestellen die zuerst genannten Samenschalen aus porösen Steinzelicn, deren Lumen fast ganz verschwunden ist;2) die beim Kochen dieser Schalen mit verdünnten Säuren erhaltenen Zuckerarten können nur aus Zellwandbestandteilen entstanden sein. Auch in den Schalen .der Lupinensamen lassen sich, wie mir von Herrn Dr. H. C. Sehellenberg mitgeteilt wurde, mikrochemisch Hemicellulosen uachweisen, und zwar in den Stabzellen- und ') Kies«* Zeitschrift; Bd. XXXVII, S. 40. und Bd. XXXIX, S. 31*. *) Ich verweise auf die Abhandlung von E. Schulze u. N. Rongger in den Landwirtschaftlichen Versuchsstationen, Bd. LI. S. PJL