Die Wirkung der proteolytischen Fermente keimender Samen des Weizens und der Lupinen auf Polypeptide. V «*»n Kmil Abderhalden und Alfred Sehittenhelm. ^Aus dem I. ('.In>misi,|i«>n Institut d<T I niviT-itiit Horlin.) i Der I «edaktion zu?e{';mjrf*n am s. August W i(‘ namentlich die rntersinhungeu der letzten .lainc ! iahen, spielen hei den Stullweehselvorgängen speziell der keimenden Samen proteolytische Fermente eine sehr be¬ deutungsvolle Kölle.1) Das Kcserveeiweiß wird abgebaut, es entstehen Aminosäuren und kompliziertere Spallprodukte, und these Kausteine werden von neuem zum Aufbau von Fi weil) verwendet. In der Tat besteht zwischen den im keimenden Kllanzensamen sich abspielenden Prozessen und den im Darm- kanal derrli(»re vor sich gehenden eine weitgehende Analogie. Hier wie dort stehen Abbau und Synthese einander gegenüber. ,Fs war nun von Interesse, zu verfolgen, ob die proteolytischen Fermente keimender Samen in gleicher Weise auf Peptide ein¬ wirken, wie die entsprechenden Fermente des Tierreiches. Wir benützten zu diesen Versuchen keimende Weizen- und Lupinen¬ samen. Diese wurden zunächst mit Sand im Mörser zerquetscht und zerrieben und dieses Produkt dann mit Kieselgur zu einer plastischem Masse zusammengeknetet. Diese wurde dann in Segel¬ tuch eingeschlagen und unter einem Druck von 800 Atmosphären ausgepreßt. Der so erhaltene Preßsaft war hellbraun gefärbt. Wir setzten von ihm bestimmte Mengen zur Lösung von Glycyl- *) hs sei auf die eben erschienene wertvolle Übersieht von K Schulze, Über den Abbau und den Aufbau organischer StirkstolT- verbindungeii in den Pflanzen. Landwirtschaft!. Jahrbücher. Bd. XXXV. S. 021. P.MII). hingewiesen.