Über die Einwirkung von verdünnter Salzsäure auf die Eiweißstoffe. 259 Tabelle 2 (Fortsetzung). Proben Menge der an NHS gebundenen n/to-HsS04 in der Vorlage Menge des Monoaminostickstoffs in 100 ccm der Gelatinelösung 27. III. 05 1. Probe: 50—500 ccm. ZurN-Bestim- mung 150 ccm genommen. 2. Probe: 75—500 ccm. ZurN-Bestim- mung 150 ccm genommen. 24.1 ccm 33.1 » = 0,23 g = 28,5 °/o des Gesamtstickstoffs. = 0,21 g = 27,2 °/o des Gesamtstickstoffs. Aus den oben angeführten Daten der Tabelle 2 ergibt sich folgendes: 1. Bei einer langandauernden Einwirkung von 0,5ft/oiger HCl bei 36—38° C. in Gegenwart von Chloroform auf Gelatine erleidet letztere eine Spaltung, wobei durch Phosphorwolfram¬ säure nicht fällbare, stickstoffhaltige Spaltungsprodukte gebildet werden. 2. Je nach der Dauer der Einwirkung von 0,5°/oiger HCl unter oben genannten Bedingungen ist eine progressive Zu¬ nahme von den genannten stickstoffhaltigen Produkten zu ver¬ zeichnen, so daß in gegebenem Falle (nach ca. 50 tägiger Ein¬ wirkung) die Stickstoffmenge dieser Produkte sich auf ca. 27 bis 29°/o der Gesamtstickstoffmenge der Lösung beläuft. 3. Die bei der Fällung der genannten Gelatinelösung durch Phosphorwolframsäure zu erhaltenden Mengen des Monoamino- stickstoffs sind bei verschiedenen Verdünnungen verschieden: je weniger die Lösung bei der obigen Fällung verdünnt war. desto größere Mengen der erwähnten stickstoffhaltigen Produkte gingen in das Filtrat über, und umgekehrt. Die vorsichgehende Spaltung der Gelatine ließ sich auch durch die Polarisation verfolgen. Die Drehung der Polarisations¬ ebene wurde mit zunehmender Spaltung eine immer geringere, wie es aus der Tabelle 3 ersichtlich ist. Die genannte Drehung wurde durch den Halbschattenapparat von Laurent bei 1 = 10 cm, bei Anwendung von Natriumlicht ausgeführt.