Die Arbeit der Atmungsenzyme der Pflanzen unter verschiedenen Verhältnissen. Von W. Palladin. Mit fünf Abbildungen im Text. (Pflanzenphysiologische« Institut der Universität St. Petersburg.) (Der Redaktion zugegangen am 12. März 1906.) Meine letzte Arbeit,*) sowie die gleichfalls in meinem Laboratorium ausgeführten Arbeiten von FräuleinKrasnos- selsky,2) zeigen, daß die von mir ausgearbeitete Abtötungs¬ methode durch niedrige Temperaturen bei der Untersuchung der Arbeit der Atmungsenzyme höherer Pflanzen äußerst wertvolle Resultate liefert. In vorliegender Arbeit will ich nach dieser Methode versuchen, das quantitative Verhältnis dieser Enzyme bei verschiedenen Pflanzen in Abhängigkeit von der Nahrung Entwicklungsstadium, anatomischem Bau und umgebendem Medium festzustellen. Im die Pflanzenteile zu gefrieren, wurden sie in große Reagenzgläser von ca. 100 ccm Inhalt gebracht, die dann durch Kautschukpfropfen fest verschlossen wurden. Weiter wurden die Pfropfen mit einer Vaselinschicht bedeckt, um das Eindringen der Kaltemischung zu verhindern. Nun wurden die Reagenz- gaser in die aus Eis oder auch Schnee, Kochsalz und salpeter- saurem Ammoniak bestehende Kältemischung3) gebracht. Nach nur c? PaHädin, Berichte der Deutschen botanischen Gesellschaft ïy 244). ’ sr, *! JlkKcaS.10SS.^.ky’ Rench,c dcr D,‘utschen botanischen Gesell- c aft» 1905, S. 142; 1906 (wird bald erscheinen). *) Weiter, Tiefe Temperaturen, 1895. Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLVII. 27