Der Abbau des Leucins und des Leucyl-leucins usw. 349 und andererseits wurde vom gesamten Nahrungsstiekstoff 1 g dureli Leucinstickstoir ersetzt. Schließlich führten wir in einem Falle auch Leucin subcutan ein. In diesem Falle wurde das sehr schwer lösliche Leucin in Vton-NaOH aufgelöst und in Dosen von je 10 ccm stündlich eingespritzt. Bei den Fütterungs- Versuchen wurden die Präparate innig mit der Nahrung ver¬ mischt, und diese stets zu denselben Zeiten in zwei Portionen verabreicht. Der Urin wurde morgens mit Hilfe eines Katheters entleert. Er reagierte mit Ausnahme der Periode, in der Leucin subkutan zugeführt wurde, stets sauer. Der gesamte Stickstoff wurde nach Kjeldahl, der HarnstoflstickstolT nach Mörncr- Sjüqvist bestimmt. Die erhaltenen Resultate sind nicht einheitlich.' Leucyl- leucm bedingte eine Vermehrung der HarnstolTausseheidung und zwar, wie die Tabelle I zeigt, eine recht erhebliche. Eigentüm¬ licherweise hatte Leucin selbst fast gar keinen Einfluß weder auf die gesamte Stickstoffausscheidung noch auf die des Harn¬ stoffs. Wir halten diesen Versuch nicht für beweisend, weil der Kot stets beträchtliche Slickstoffmengen enthielt. Sie nahmen allerdings während der Fütterungstage nicht zu. In einem zweiten Versuch (Tabelle II) ersetzten wir 1 g des Nahrungsstickstofles durch Stickstoff in Form von Leucin. Das Versuchstier blieb nicht nur im Sticksloffgleichgewicht, sondern setzte in dem einen Falle noch etwas Stickstoff an. Wir haben den ersten Versuch mit Zulage von 10 g Leucin zu einer estimmten Nahrung wiederholt und wiederum stiegen weder die Gesamtstickstoffmengen noch die des Harnstoffs an. Es wurde im Gegenteil der gesamte in Form von Leucin zugeführte Stickstoff retmiert. Es muß vorläufig noch unentschieden bleiben auf welche Ursache dieses Verhalten des Leucins zurückzuführen ist. Es ist möglich, daß seine Schwerlöslichkeit die Schuld trägt Jedenfalls erscheint bei subkutaner Einführung wenigstens ein eil des Leucinstickstoßs im Harn wieder. Auch die HarnstolT- zahlen stiegen an. Diese Versuche werden unter anderen Bedingungen fort¬ gesetzt. Wir warten deren Resultate ab und vermeiden vor¬ läufig alle weiteren Schlußfolgerungen.