Über Kohlehydratverbrennung. (III. Mit toi lung.) Yon Otto Cohiilieim. Ans dem physiolngisclnnt Institut zu IIcMi-IIm'i-j;. (Der Uedaktion zujjeganj'tnt am Itl. .lanuar l'io.y Ich hatte die Absicht, demnächst eine ausführlichere Mit¬ teilung über weitere Resultate meiner Glykolyseiinlersuchungen zu schreiben. Dit* soeben erschienene Arbeit von CI aus und Kmbden1) veranlaßt mich, ein einzelnes Resultat zu verölfeht- liehen. Die Autoren haben meine Versuche nachgeprüft und nicht oder nur mit großen Unregelmäßigkeiten bestätigen können. Die einzige Abweichung von meiner Methode besteht nach ihnen darin, daß sie ihre Lösungen durch Verdünnen mit physiolo¬ gischer Kochsalzlösung auf gleiches Volumen brachten. Nun ist aber physiologische Kochsalzlösung kein indilferenter Zusatz, wofür folgendes Protokoll vom 24. November als Re¬ we is diene : , Katzenmuskeln wurden in der früher beschriebenen Weise gefroren, zerkleinert und ausgepreßt, 150 ccm Preßsaft mit ca. 18 ccm einer 20°/oigen Dextroselösung versetzt. Zum Ver¬ suche dienten je 39 ccm der Mischung und 0,5 g Pankreas: 1. sofort koaguliert: 874 mg Zucker, 2. ohne Zusatz: 760 ipg Zucker, 3. mit Zusatz von 200 ccm Wasser : 717 mg Zucker, 4. mit Zusatz von 200 ccm ClNa-Lösung von 0,9"/«: 856 mg Zucker. Zusatz von Wasser ist also indifferent, der von physio¬ logischer Chlornatriumlösung hebt die Fermentwirkung auf. Den Grund für die F.rscheinung vermag ich nicht anzu¬ geben, die Tatsache aber habe ich oft bestätigen können. Die Schlußfolgerungen der Herren Claus und Kmbden sind also hinfällig. R. Claus u. G. Embden. Hofmeisters Beiträge. Nr..6, 8. ill, 1905.