Über srhwpfolhalt. Stoffwechselprodukte im tierischen Organismus. II. 471 Um Wiederholungen zu vermeiden, soll zunächst ganz allgemein die Versuchsanordnung beschrieben werden: 250 g Schabefleisch wurden in einem Kolben mit einer abgewogenen Mengt* Cystin und 5(H) ccm Wasser versetzt und so lange durcheinander gerührt, bis sich ein homogener Brei gebildet hatte. In einen andern Kolben wurden zur Kontrolle 250 g Schabefleisch -)- 500 ccm Wasser ohne Cystin gebracht. Um die Fäulnis zu beschleunigen, wurden beide Portionen in gleicher Weise mit einer Fäulnislösung geimpft und längere Zeit im Brutschrank unter häufigem Schütteln stehen gelassen. Zum Aulfangen der schwefelhaltigen Case stand der Kolben, der die Fäulnislösung enthielt, in Verbindung mit einer Flasche, die mit 30 ccm einer 3°/oigen Quecksilbercyanidlösung gefüllt war, und von dieser Flasche führte eine Verbindungsröhre zu einer zweiten Flasche, in der sich 30 ccm einer Quecksilber¬ chloridlösung befanden. Um ein Zuriioksteigen der Flüssigkeiten zu vermeiden, waren sowohl der Kolben wie die zweite Flasche in bekannter Wreise mit Sicherheitsröhren versehen. Im einzelnen gestalteten sich die Versuche folgendermaßen: Versuch I. 500 g Schabefleisch wurden in zwei gleiche Portionen, A und B, geteilt; » A wurde mit 10 g Rohcystin -(- 500 ccm Wasser -f- 25 ccm einer konzentrierten Na 2C03-Lösung, entsprechend der Vorschrift von E. Salkowski,1) -f- 5 ccm einer Fäulnislösung versetzt; B als Kontrollversuch in der gleichen Weise vorbereitet, aber ohne Cvstin. Bereits nach Verlauf von 24 Stunden trat in Portion A deutliche Gasentwicklung auf und nach 48 Stunden trübte sich die Quecksilbercyanidlösung merklich. Diese Trübung verstärkte sich zusehends, södaß schon am 4. Tage ein kristallinischer Niederschlag zu konstatieren war, der von Tag zu Tag volumi¬ nöser wurde und eine teils schwarze, teils gelblich grüne Farbe zeigte. Inzwischen war auch — etwa vom 3. Tage ab — in *) E. Salkowski, Praktikum, 1ÎKJ0, S. 7H.