Zur Kenntnis des Blutfarbstoffs. (IV. vorläufige Mitteilung.) V on If. Goldman« und L. Marchlewski. (D'-r Hi.laktif.il zu^r-vran^i-tt am lti. llezoiiibcr IlM.H.» Mit dei x\nnahme, dal} lläniopyrrol t*in Dvrrolabkümmling iHt. stellt im besten Kinklang der Imstand,dal» dieser Körper mit Benzoldiazoniumehlorid einen Azofarbstoff, liefert. Die Dar¬ stellung desselben gelingt leicht auf folgende Art. Das nach der bekannten Nencki-Zaleskisohen Methode dargestellte lläniopyrrol wird ans dem wässerigen Destillationsflüssigkeiten mit Athei extrahiert. Die* ätherische Ltisnng wird sodann mit einer frisch bereiteten wässerigen Lösung von Denzoldiazoninm- flilorid geschüttelt. Sein- bald bemerkt man, daß «lie ursprüng- lielie kaum gefärbte ätlieriscbe Lösung kirschrot wird, und dali dit* Intensität der Farbe zunimmt. Dit* erhaltene Lösun«' de> Azofarbstoffs vvurdt* über Nacht stehen gelassen. Am anderen Morgen fanden wir an den (iefäliwänden schöne zu kleinen vereinigte Nadeln von brauner Karbe mit schwachem metallischen (ilunz. Dieselben wurden abliltriert und mit Allier gewaschen. Schmelzpunkt 241,5° C. Unter dem Mikroskop he- traelitet erscheinen dies<*lhen als wohl ausgcbildete Säulen.du kaltem Alber lösen sie sieh sehr wenig, leicht hingegen in Al- kn,l°l: die Lösung ist kirschrot gefärbt. Chloroform nimmt sie lei« lit mit blauvioletter Karbe auf. mit derselben Karbe lösen M<‘ H(dö aber nur spärlich, jn Toluol. Konzentrierte Sch weft *1- •‘'äiiie nimmt den Azofarbstolf mit blauvioletter Karbe auf. die abt r s< In bald in rotviolett umschlägt. Kochende vt*rdünnte • «ilzsäuit* nimmt ihn mit blauvioletter Karbe spurenweise auf, ‘ benso kochende Natronlauge.