412 .1. Muraczewsk i und L. Marolilewski, geführt werden, und es wäre beinahe zu bedauern, wenn er wirklich schon jetzt als bindend anzusehen wäre. In Anbetracht der grollen Wahrscheinlichkeit der obigen Ncncki-Zalcskischen Hämopyrrolformel haben wir versucht, gestützt auf dieselben, Uäinopyrrol künstlich darzustellen. Die Darstellung des Methylpropylinaleinsäureanhydrids bietet keine Schw ierigkeiten : Propylacetessigäther wird mit Plausäure kondensiert, das erhaltene Produkt verseift und die gebildete Methvlpropyläplelsäure der Destillation unterworfen. Die Reak¬ tionen verlaufen glatt, genau wie andere von Michael und Tissot beschriebene Synthesen. Die Kigenschaften des Methyl- propylinalcinsäureanhydrids wurden bereits von Küster und Maas angegeben und können wir vorläufig Details übergehen. Das Imid erhielten wir durch längeres Krhitzen des Anhydride mit alkoholischem Ammoniak auf 110°. Während Küster und Haas Kristalle dieser Substanz beschreiben, konnten wir die¬ selben bis jetzt nur als Ol erhalten. Die Umwandlung des Imids in Uäinopyrrol versuchten wir in derselben Art durchzuführen wie Dell seiner /eil die Synthese des Pyrrols aus Sueeinimid, d. h. durch Krhitzen mit Zink¬ st a 11 b in einem WasserslolVsIrom. Sehr bald destilli(*rte eine dicke ölige Flüssigkeit, welche an Uäinopyrrol erinnernden (ierucli besah. Dieselbe wurde4 mit verdünnter Salzsäure be¬ handelt und von unlöslichen harzigen Massen abtiltriert. Das Kill rat, über Nacht sich selbst überlassen, gab einen rotbraunen Farbstoff, der in Alkohol leicht löslichWar. Diese Lösung erzeugte im Spektrum ein Hand, das demjenigen des Urobilins sehr ähnlich ist, es ist weniger scharf begrenzt als das Urohiliu- band und ein wenig mehr nach Violett hin verschoben, (legen anunoniakalische Zinklösung verhält sich der künstliche Farb¬ stoff dem Urobilin sehr ähnlich: der Zinklüsungzusatz verursach! ein Aufheben der Karbe und grünliche Fluoreszenz. Spektro¬ skopisch untersucht, zeigte letztere Lösung ein Hand, welches dem des Urobilinzinks sehr ähnlich war, aber auch etwas mehr nach dem Violett hin verrückt erschien. Diese kleinen l nter- schiede genügen zwar nicht, um die Verschiedenheit beider Körper zu beweisen, da der künstliche Farbstoff, dank der