Über das Verhalten des p-Dimethylaminobenzaldehyds im tierischen Stoffwechsel. Von M. .ïaftV*. , Au, Ji-m I'niv'Tî'itii.tsluhoratoriun» für medi/in.r.hemio und experimentelle l'harmakol.,;, zu Königsberg i. l'r.) il)cr iU'daktion zu^'^anjjcn am ». Dezember i\m.) Normaler Harn gib! nach Ehrlich1) mit p-Dimothyl- aininobenzaldehyd in salzsaurer Lösung eine Rotl'ärbung, die sieh in Chloroform und andere Lösungsmittel überfuhren lälil. Oie Intensität .1er Reaktion ist individuell sehr verschieden und. wie Clemens2» und v. Koezikowsky3) an einem grollen Krankcmuaterial konstatierten, in vielen pathologischen Fällen aulierorde.nllieh verstärkl, ohne dal! sich bisher gesetzmällige lleziehungen zu hesliininten Krankheitsprozessen feststellen liellen. Immerhin scheinen sich gewisse Krankheitsgruppen, wie Typhus abdominalis, Phthisis pulmon., chronische Kniend (Pröscher), auch C.astroinleslinalalVektionen, Appendicitis u. a. (Clemens) durch häutigeres Vorkommen einer intensiven Re¬ aktion auszuzeichnen. 1 Jemerkenswert ist dagegen ihr negalivn Ausfall bei Diabetes und Clykosuricn (Clemens, Fröschen In prognostischer Hinsicht glaubt v. Koezikowsky dem neuen Reagens eine gewisse Redeutung zuschreiben zu müssen, insofern bei Infektionskrankheiten die Intensität der Reaktion der Schwere der Infektion parallel gehl, mit der Verschlimmerung oder Rea¬ soning im Kianklieitsvorlanl zu- oder abnimmt. Die Verbindung, von welcher dit* fragliche Reaktion hei- riihrt, konnte, noch nicht mil Sicherheil lestgestellt werden 'i Dir incdizin. Woche, 1 VH>l. *i Deutsches Arcliiv fiir klin. Medizin. Ihi. 71 (1901). 1<»S llorlinor klin. Wochenschrift. 1902. Nr. 19 u. W.