Kr Kutscher u. Martin Schenck. Zur Kenntnis der Oxalurie. 337 und das von anderen Autoren berichtete Fehlen bei den nächsten Verwandten des Hundes, beim Fuchs und Wolf. Wenn man aber bedenkt, daß die individuellen Schwankungen bei Hunden auch recht groß sind, so ist vielleicht etwas hesti\( gegenübei einer Verallgemeinerung der vereinzelten beobachtungen an diesen Tierspezies tingebracht. Zur Kenntnis der Oxalurie. Von Fr. Kutscher und Martin Schenck. (Aus dem physiologischen Institut der Universität Marhurg.i (Der Redaktion zugegangen am 21». Oktober mot.) ßei dri Oxydation des Leims mit C.alciumpermanganat erhielten wir1; beträchtliche Mengen Oxaminsäure. Die Muttersubstanz dieses Körpers kann nicht zweifelhaft sein, es ist das Glykokoll. Dementsprechend gaben Eiweißstoffe, die ärmer an Glykokoll sind (Casein, Pseudomucin), weniger oder keine Oxaminsäure. Nun sind von klinischer Seite (Lommel)*) Angaben gemacht worden, nach denen sich durch Verbitterung von beim eine. Steigerung der Oxalsäureausscheidung erzielen läßt. Unsere Versuche machen es tuoghch, das Plus der ausgeschiedenen Oxalsäure, das sich nach Dar¬ reichung von Leim zeigen soll, auf eine bestimmte Komponente des jfillns» namll(,h auf das Glykokoll zurückzuführen. Dasselbe muß nach seiner Oxydation im Tierkörper durch Zerfall der zunächst gebildeten, wenig beständigen Oxaminsäure in Oxalsäure und Ammoniak beträcht- fclie Mengen Oxalsäure liefern, die zum Teil zur Ausscheidung kommen wird. Die übrigen Komponenten des Leims sind, wie ihre direkte Oxydation zeigt, für die Bildung von Oxalsäure weniger in Betracht zu ziehen. Durch Fütterungsversuche hoffen wir über diese Verhältnisse Aufschluß zu erhalten. ‘) Ber. d. deutsch, ehern. Ges., 1904, Heft 18 *) Deutsches Archiv f. klin. Med., 1899.