326 Alexander Ellinger, sondern die einer Indol-Pr3-Essigsäure G • CH., COOH Nil zukommt, und daß demnach auch die Formel des Tryptophans einer Abänderung bedarf. Von den vier in Betracht kommenden Formeln des Tryptophans war eine imstande, den Übergang in Kynurensäure, die nach der durch B. Camps ausgeführten Synthese als t-Oxy-ß-chinolincarbonsäure aufzufassen ist, zu erklären : H H2N-CH2 >CH•COOH HC//XC CX HC%/ C c / H / NH CH N CH ^C • COOH C Ci OH) HC^/OH C H Kynurehsäuie Tryptophan Es wurde deshalb das Verhalten des Tryptophans im Or¬ ganismus des Hundes geprüft und der erwartete Übergang in Kynurensäure gefunden. Des Zusammenhanges wegen gebe ich hier nochmals das schon verülïentlichte Protokoll der beiden ersten Tryptophan¬ fütterungen. Versuch I und II: Fütterung von Tryptophan beim Hunde. Eine etwa 30 kg schwere Hündin wurde vom 30. März bis 14. April täglich mit 500 g Brot und lis I Milch gefüttert. Vom 2, April an wurde in der durch Aufiangen von dem ab- gerichteten Versuchstier gewonnenen 24stündigen Harnmenge die ausgeschiedene Kynurensäure nach der Methode von Jaffe bestimmt. Am 5. April wurden 1,5 g Tryptophan in 3 Dosen in (iclatinekapseln verabreicht, am 11. April 0,9 g in 2 Dosen. Am 4. April stellte sich, wie oft nach Milch-Brotfütterung, leichter Durchfall ein, und da dieser sich von selbst nicht besserte, wurden vom 8. an ein paar Stückchen reine abge¬ kochte Kalbsknochen der Nahrung beigegeben, wodurch der