Die Pikrolonate einiger physiologisch wichtiger Verbindungen. 307 Das analysenreine Präparat besteht ans feinen Nadeln und Täfelchen von orangegelber Farbe. Die N-Hestimmungen nach Dumas ergaben folgenden Wert: V 1. 0,2038 g Substanz gaben 38,0 ccm N; T. = 12® C. ; Ba 761 mm. Daraus berechnen sich 22,51 ü/o N. 2. 0,1081 g Substanz lieferten 37,8 ccm N ; T. = 10° C.; Ba =■ 753 mm Daraus berechnen sich 22,410 o N. C5H,0(Nigt.2C10II8N4O5 verlangt: 22,15°/o N. Hei langsamem Erhitzen im Schmelzröhrchen begann dieses Pikrolonat gegen 220° (1 sich zu bräunen, nachher wurde es ganz schwarz und zersetzte sich scharf bei 250° G. Was die Löslichkeit dieser Verbindung betrilît, so er¬ geben sich folgende Zahlen: 1 Teil dieser Verbindung löste sich in 7575 Teilen kaltem (16° C.) und in 357 Teilen siedendem Wasser. Etwas löslicher ist diese Substanz im Alkohol, nämlich t Teil löste sich in 5952 feilen kaltem und in 475 Teilen siedendem Alkohol. 2 ccm Pentamethylendiamin wurden mit wenig Wasser ver¬ dünnt und Kohlensäure eingeleitet, bis die Flüssigkeit schwach basisch reagierte. Darauf versetzte ich die Flüssigkeit mit ge¬ sättigter wässeriger Pikrolonsäurelösung. Es kam sofort ein reichlicher gelber Niederschlag. Der Niederschlag wurde nach 2* Stunden scharf abgesaugt und mit Alkohol nachgewaschen. Nach einmaliger Umkristallisation aus Wasser wurde das Pikro¬ lonat der Analyse unterworfen. 1. 0,2044 g Substanz gaben 30 ccm N; T. = 110 C.; Ba = 753,5 mm. Daraus berechnen sich 22.38°/o N. 2. 0,190ß g Substanz gaben 36,8 ccm N ; T. = 11® C. ; Ba = 753 mm. Daraus berechnet man 22,61 °/o N. n&H10(NH2)g • 2GioHhN40& verlangt: 22,15°/» N. Der Zersetzungspunkt lag bei 250° G. beim langsamen Erhitzen. Die Löslichkeit dieser aus dem Karbonat gewonnenen Verbindung ist merkwürdigerweise etwas anders wie die des Pikrolonates aus der Salzsäureverbindung. Hoppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLII1. 20