Über das Vorkommen von Ricinin in jungen Ricinuspflanzen. Von E. Schulze und E. Winterstein. (Aus dem agrikultiir-ohemisi hrn Laboratorium .b-> l’.dyteclmikuni* in Zürich.' (Der Keduklinn zugegangen am 23. September Im Jahre 1897 machte der eine von uns (‘ine kurze, nur vorläufige Mitteilung1) über eine leicht kristallisierende sliek- stoiïreiclie Substanz, welche neben (i lu tarn in und Arg in in in den Keimpflanzen von Kieinus communis sieh findet: sie wurde in jener Mitteilung als Ricidin bezeichnet. Diese Sub¬ stanz schien in der Zusammensetzung und im Verhalten mit keiner bis dahin beschriebenen Verbindung übereinzustimmen. Aut (irund unseres heutigen V issens muh sie aber 1 iir identisch mit einem Bestandteil der Ricinussamen, dem Ricinin, er¬ klärt werden. Das Ricinin, entdeckt von Tuson,2) ist später von Soave3) und ganz vor kurzem von Maqucnue und PhilippeD untersucht worden. Die zuletzt genannten Autoren geben ihm die Formel 0*11^0.,. Mil dieser Formel stimmen die in der zitierten Mitteilung von uns au (geführten Resultate unserer Elementaranalysen5) ebenso gut überein, wie mit der ') berichte (1er 1). f.hem. Gesellschaft. Bit. 30. S. 2107. *) Jahresbericht über die Fortschritte der Chemie., 1801. S. 157. '■') Gheinisches Zentralblatt, 1805. Bd. I. S, 853 Die Original¬ abhandlung findet sieh in einer italienisetien Zeitschrift. *) Gorn|»f. rend., ltd. 1:18, 8. 5Uli, sowie Chem. Zentralblatt. 1001, Bd. I, S. 800. 6; 9a in der vorläufigen Mitteilung die analytischen Belege nicht mitgeteilt worden sind, so lassen wir sie hier folgen: < G- und H-Bestimmungen: 1. 0.2711 g Substanz gaben 0,58lî) g C02 und 0.1200 g H/J 2. 0.1005 » » » 0,3.832 » » » 0.0810 » » N-Best immun gen : 1 0,2017 g Substanz gaben 32,2 ccm Gas bei 720 mm Druck und 22® = 0,0315 t g N 2. 0,1015 g Substanz gaben 20,0 ccm Gas bei 720 mm Druck und 22° = 0,02780 g N. Hoppe-Seylers Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLIII. 11