Über die Autolyse der Stierhoden. Von Dr. J. Mochi/.uki und Y. Kotakt*. (Aus dom medizinisch-chemische» Institut der Universität zn Kyoto.) (l>er Redaktion zugegangen am f>. September 1 :*<)*.) Daß die Stierhoden autolytische Umwandlungen erleiden können, scheint Gonradi1) bereits erkannt zu haben. Jedoch sind wir über die Spaltungsprodukte, welche bei der Autolyse der Stierhoden aultreten, bisher noch nicht unterrichtet. Die Kenntnis dieser Spaltungsprodukte erscheint uns sehr wünschens¬ wert, nicht nur um sie mit den autolytischen Produkten ver- sehiedener anderer Organe zu vergleichen, sondern auch weil man hoffen kann, daß sie einige Schlüsse in bezug auf die Natur der dabei wirkenden Knzyme zulassen würden. Wir haben deshalb einige Versuche nach dieser Richtung hin angestellt. 1,5 kg Stierhoden wurden von der Kapsel befreit, zer¬ hackt, mit der doppelten Menge Wasser versetzt und unter Zusatz von Chloroform und Toluol in einer gut verschlossenen Flasche bei 37ft C. stehen gelassen. Die trübe, über dem Nieder¬ schlag stehende Flüssigkeit wurde nach einigen Tagen klar und nahm eine bräunliche Farbe an, welche allmählich in Gelb überging. Nach dreiwöchentlicher Digestion wurde die abkolierte saure Flüssigkeit aufgekocht und filtriert. Das Filtrat, welches ganz schwache Biuretreaktion gab, wurde nach der Vorschrift von Kutscher2) auf die einzelnen autolylisehen Produkte untersucht. ‘) Conradi, Hofmeisters Beiträge, Bd. I, S. 117 u. 207. Kutscher, Diese Zeitschrift, Bd. XXXIV, S. 111.