Über Blutserumdiastasen und Antidiastasen. Von M. Asooli und A. Bonfanti. (Aus dem Institute für spezielle Pathologie <]<T Universität Pavia: Prof. L. Devoto.) (Der Deduktion zugegangen am *2. .September 1901.) I. Über die Vielheit der Blutserumdiastasen. Seit Magendie und Claude-Bernard ist es bekannt, daß das Blutserum Stärke in Zucker umzuwandeln imstande ist, von den Arbeiten der späteren Autoren haben dann beson¬ ders die Untersuchungen von Röhmann und Bia 11 ) dazu bei¬ getragen, in einwandsfreier Weise den Beweis zu liefern, daß Blut- und Uymphserum ein saccharifizierendes Ferment ent¬ halten. Weiterhin wies Bial nach, daß das diastatische Fer¬ ment des Blutserums sich von demjenigen des Speichels und Pankreas unterscheidet: eine eingehende Analyse dieser Vor¬ gänge führte Bial und C. Hamburger2) in plausibler Weise zur Annahme, daß das Blutserum zwei verschiedene Fermente enthält, eine Diastase, welche Stärke in Dextrin und Maltose überführt, und (‘ine Glukase, welche diese beiden Produkte in Traubenzucker spaltet. Beide Fermente sind nach Hamburger auch in Speichel und Pankreas enthalten, aber in anderen Mengenverhältnissen als im Blutserum, auf welchen Umstand die Verschiedenheiten der diastatisehen Wirkung besagter Organe zurückzuführen sind. Wir bezwecken, in folgendem auf biologischem Wege den Beweis zu erbringen, daß das Blutserum, in vollster Überein¬ stimmung mit der von Khrlich vertretenen pluriinistischen Auf¬ fassung der Antikörper desselben, eine Vielheit untereinander verschiedener diastatischer Fermente enthält. V» M. Hiîtl, Archiv für Physiologie, IM. 52, 53, 51. *).<’. Hamburger, Archiv für Physiologie, Bel. f>0.