Untersuchungen über die Gallen einiger Polartiere. H Uber die Galle des Moschusochsen. Von Olof Ha in märst en. (Der Redaktion zugftganpon am 27. August 1SMI4.) i untersuchten Gallen stammten von zwei verschiedenen Expeditionen, nämlich von der schwedischen Expedition mit «Antarctic» 1809 und der schwedischen Grönlandexpedition unter Kolthoff im Jahre 1900. In beiden Fällen war die Galle, welche von mehreren Individuen stammte, unmittelbar nach dem Töten der Tiere, um jede Veränderung durch Fäulnis auszuschließen, in viel Alkohol aufgesammelt worden. Bezüglich der näheren Details des Aufsammelns kann ich auf das in einem vorigen Aufsätze (in dieser Zeitschrift, Bd. XXXII S. 486) Ge¬ sagte hin weisen. • Die Farbe der, von dem aus Gallenschleim und Zellresten bestehenden Bodensätze durch Filtration getrennten alkoholischen Lösung war, infolge der starken Verdünnung mit Alkohol, ver¬ hältnismäßig schwach, grünlich gelb mit überwiegend grüner Nuance. Der aus sog. Gallenschleim bestehende Bodensatz war, selbst nachdem er mehrere Monate unter Alkohol aufbewahrt worden war. noch in Wasser stark quellbar und zum Teil lös¬ lich. Er war gräulich weiß gefärbt und enthielt nach sorg¬ fältigem Auswaschen mit Alkohol keinen GallenfarbstolT. Der in Wasser lösliche 'Feil konnte mit Essigsäure gefällt werden und der Niederschlag war in überschüssiger Essigsäure löslich. Der in Wasser nicht lösliche Anteil konnte in sehr schwach alkalihaltigem Wasser zum allergrößten Teil gelöst werden, und die filtrierte Lösung verhielt sich zu Essigsäure wie das \Vasserexlrakt. Der mit Essigsäure gewonnene. Niederschlag