Über das Cerebron. Von H. Thierfelder. (Au^ <kr chemischen Abteilung -los physiologic-hen Instituts zu Berlin.) (Der Redaktion zugegangen am 15». August Pseudocerebrin und Cerebron. Vor einigen Jahren beschrieben Emil Woei ner und ich1) unter dem Namen Cerebron einen Körper, den wir mit Hilfe von indifferenten Lösungsmitteln und unter Benutzung von Temperaturen, die 50° nicht überschritten, aus menschlichen Gehirnen isoliert hatten. Khe ich aut die Resultate, welche die weitere Untersuchung dieser Substanz ergehen hat, (‘ingehe, möchte ich nicht unter¬ lassen, mitzuteilen, daß das Cerebron bereits im Jahre 1880 von A. Gaingee beschrieben worden ist. Herr Professor Gamgec teilte mir im Anschluß an eine mündliche Unter¬ haltung gelegentlich eines Besuches in Berlin im Herbst vorigen Jahres den Wortlaut seiner diesbezüglichen Veröffentlichung mit. Es heißt auf Seite Ul seines Textbook of the Physiolo¬ gical Chemistry of the Animal Body, London, Macmillan and Co. 1880: In addition to protagon and other phosphorised matters, there is always extracted from brain by alcohol at 4o° a very considerable quantity of a body, which, in order to distinguish it, the author provisionally termed Psoudo-ccrebrin. This body is less soluble in 80°/o alcohol at 15° than protagon, so ,,iat 0,1 subjecting impure protagon to repeated crystallisation from 80",o alcohol there accumulated residues of the cere- brin-like body. Hie latter is a white pulverulent body very ') Pi<*se Zeitschrift. Bd. XXX. S. 512.