Zur Kenntnis des Harns und des Stoffwechsels der Herbivoren. — Vorkommen von Allantoin. — Indikanbestimmung. Von E. Salkemski. (Aus dom chemischen Laboratorium .|cs Pathologischen Instituts zu Merlin ) (Mer Reduktion zugegange» am 27. Juni UHU.) I. Vor einiger Zeit halte ich gelegentlich darauf-aufmerksam gemacht, dal) Harne, die man längere Zeit mit Chlnroformziisatz aufbewahrt hat, auffallend wenig Harnsäure enthalten, und die Vermutung ausgesprochen, dal) die Harnsäure» unten* Bildung von Oxalsäure» etxvdiert sein könnte». Luzzatto1) hat dann an einem llunele»harn (»ine» starke Steige»rungdes( )xalsäuregehalte»sdirekt festgcstcllt. Kinlhindcharn, der schon längere Zeit mit Chloroform ve»rsetzt gestanden hatte, enthielt O.OöiT g Oxalsäure im Liter; nachde»m er dann we»itere 3 Monate» gestanden hatte, 0,1080 g, <!e»r Oxnlsäiircgchalt hatte» sich also v(»rdoppell. Lin Binderharn (Kuhharn), welcher mehren* Jahre, mit Chloroform konserviert, gestanden hatte», gab mir Gelegenheit, eine ganz ungewöhnlich grolle Menge Oxalsäure im -Sediment testzustellen. Der Harn — es waren etwa 5 Liter — war zu anderen Zwee»ken von einem reie»hlie»hen Bodensatz, ele»r sieh allmählich ge»hildet hatte», ahfiltriert woreh»n. Da ' die mikro- skopisehc Untersuchung ze»igte, daß elas Sediment anscheinend größtenteils aus oxalsaure»m Kalk best and, sah ich mieh vor- anlaßt, die Quantität de*i Oxalsäure» in demselben zu bestimmen. Zu dem Zweck wurde der Nit»de»rschlag nach denn Auswaschen in verdünnter Salzsäure ge»lösl. nachge»wasclien unel das klare Hitrat durch Wasserzusatz auf elas Volumen von f>00 ccm; gebracht. 1 Hirse Zeitschrift. IM. XXXVII. 8. 2M.