L’ber das Verhalten der Asparaginsäure im Organismus. . 211 = 100: ca. 91,7 gefunden worden. Oie Zahl 91,7 ist vermut¬ lich etwas zu hoch, weil in diesen Versuchen der Stickstoff noch nach dem alten Schn ei der-Seegenschen Verfahren durch Glühen mit Natronkalk im Kolben bestimmt ist, das in nor¬ malem Harn wohl etwas zu niedrige Werte liefert. Das wird noch mehr der Fall sein, wenn im Harn eine Amidosäure vorhanden ist, welche natürlich durch Natronkalk schwerer gespalten wird, als Harnstoff. Aus diesem Grunde ist auch der Schild), daß die Asparaginsäure vollständig in Harnstoff übergegangen und nichts unverändert ausgeschieden ist, nicht mit Sicherheit zu ziehen. ß. Für die Frage, inwieweit die verabreichte Asparagin¬ säure resorbiert ist, gibt der Versuch keinen ganz sichern An¬ halt, da er hierfür wohl etwas zu kurz ist, doch ist diese Frage ja auch nur von sekundärem Interesse. Als Normaltage sind nur Periode I und IV anzusehen, da Periode III augenscheinlich noch unter dem Fintluß der verabreichten Asparaginsäure steht. An den 0 Tagen der Periode I und IV ist N ausgeschieden t,lS8-[ 1,29-1=--2,482 g; in Periode II und III ist ausge¬ schieden 1,9(> -}-1 ,o7{)= ß,5ßo g. Das Plus gegenüber den Normaltagen beträgt 1,05*1 g, während mit der Asparaginsäure l,ß0ß g verabreich! waren. Fs würden also nur ca. 81 «/<> resorbiert sein. Die Berechnung ist natürlich nur zulässig unter der Annahme, daß der Fiweißzerfall in allen vier Perioden derselbe gewesen ist. Die annähernde Konstanz der S-Aus- scheidung läßt diese Annahme zu. Dagegen ist der Fin wand nicht unberechtigt, daß die Werte für die N-Ausscheidung vielleicht infolge des angewandten Verfahrens zu niedrig ge- iunden sind, tatsächlich also doch etwas mehr Asparaginsäure zur Resorption gelangt und unverändert ausgeschieden sein könnte. Für die zweite Dosis der Asparaginsäure ist eine Be¬ rechnung nicht zulässig, da die Voraussetzung derselben, die Konstanz des Fiweißzerfalles, nicht zutrifft. Augenscheinlich, ist der Fiweißzertall — sei es inlolge der Verabreichung der Asparaginsäure, sei es infolge mangelhafter Nahrungsaufnahme