Zur Blutalkalescenzbestimmung. Von S. Salaskin und Z. Pupkin. i An- <bm physin|oj;isch-i,h«‘nurs«,h»;ii Laboratorium ib‘r mcili/inisi'hoii lloi-tisihub* fiir Frauen zu St. Petersburg.) (Der Redaktion zugpgangen am 2:t. .luni Ith*».) Die Anwendung der Methoden der physikalischen Chemie zur Bestimmung der Blutreaktion (Höher, Friedenthal, Frankel, Farkas) hat erwiesen, daß in bezug auf seinen Gehalt an H- resp. OH-Ionen das Glut dein Wasser ähnelt, d. h. dal) es in diesem Sinne neutral reagiert oder, anders gesagt, weder aktive Acidität noch aktive Alkalescenz, welche durch Überwiegen der einen oder der anderen Ionen bedingt sind, besitzt. Außer dieser aktiven Reaktion kommt jedoch für den Organismus auch noch die potentielle Reaktion in Be¬ tracht, d. h. die Fähigkeit, bei verändertem Verlauf des Stolf- wechsels die Blutreaktion unverändert zu erhalten. Dem Blute kommen bekanntlich einerseits Säurebindungsvermögen, anderer¬ seits Biisenkapazität zu: dies«* doppelte Fähigkeit ist zweifellos tiir die Aufrechterhaltung (drier konstanten aktiven Rlutreaktion von großer. Wichtigkeit: deshalb besitzen die Methoden, mit deren Hilfe man diese potentiellen Reaktionen bestimmen kann, entschieden (‘inen gewissen Wert, denn sic-.dienen als Midi für die Tätigkeit des Organismus, gegen Verhältnisse, welche für sein Gedeihen unzuträglich sind, anzukämpfen. In dieser Be¬ ziehung ist die Bestimmung des Säurehindungsvermügens wich¬ tiger als wie diejenige, der Basenkapazität, denn eines t'her- schusses an Alkalien entbürdet sich das Blut sehr leicht, indem es sie mit dem Harn ausscheidet. Leider sind jedoch alle Verfahren, welche zur Bestimmung des Säurehindungsvermügens des Biutes vorgeschlagen worden sind, äußerst ungenau: hier¬ von kann man sich sofort überzeugen, wenn man (fie Zahlen-