Ein Apparat für Schmelzpunktbestimmung hochschmelzender Substanzen. Von Fr. Kutscher und Otori. Mit einer AM'iMunj. (Aus dem physiologischen Institut tier ITniv«‘r.~itiit Murlnirg.i (Der Redaktion zugegangen am ls. Juni l'jo* Für gewöhnlich ist bekanntlich die Anordnung'der Appa¬ rate zu Schmelzpunktbestinnnungen folgende: Hin kleiner (JIms- kolben wird mit konzentrierter Schwefelsäure gefüllt. In die Schwefelsäure taucht ein leeres Reagensglas, das bis nahe an den Hoden des Kölbchens reicht. Substanz um! Thermometer werden in das Reagensglas eingeführt, sind also von Luft um¬ geben. Nach diesem Prinzip sind die viel gebrauchten Apparate von Anschütz-Schulz und von Roth konstruiert. Dieselben ermöglichen jedoch nur Restimmungen bis höchstens ‘JOO° C. Rei höheren Temperaturen muH man eine andere Radlliissigkcil wählen. Man benutzt dann Paralhn, Silbernitrat oder Kali¬ salpeter. Mit den letztgenannten Substanzen machten wir leider die unangenehme Erfahrung, dal» sie beim Erkalten und Starr¬ werden zuweilen den Kolben sprengten. Weiter ist die Arbeit mit diesen Körpern für den Experimentator nicht ganz gelahr¬ los, denn man kann die Vorgänge, die sich im Schmelzröhrchen abspielen, meist nicht von ferne betrachten, sondern jmiH häufig sehr nahe an den Apparat hcramüeken. Dadurch wird man aber der Möglichkeit ausgesetzt, beim Sprung des Kolbens durch die stark erhitzte Raddüssigkeit bespritzt und verletzt zu werden. Riese U beistünde haben wir in letzter Zeit, wo es sich für uns darum handelte, häufig hochschmelzende Substanzen durch ihren •Schmelzpunkt zu identifizieren, besonders empfunden. Fm ihnen zu entgehen, haben wir folgenden Apparat konstruiert: In ir