Zur Kenntnis der Thymusnucleinsäuren. (Erste Mitteilung. Von H. Strudel. (Aus dem physiologisch«*» Institut zu II<i«l«*ll>*»r^. (Der Keilaktion zii«.,i-j'uu)’<-ii am 7. Juni HMD.) Kino m«>cr|ielist vollständige Aufteilung der bei der Hydrolyse durch siedende Säuren entstellenden stickstolTlialtijten Zersetzungs¬ produkte der Thymusnucleinsäuren ist bisher nicht versucht worden: solche Versuche sind aber erforderlich, lim als Grund-' läge ihr unsere Anschauungen über den Aufbau des Nuclein- süuremoleküls zu dienen. Erst wenn wir über die Menge der einzelnen Bruchstücke, die bei tiefgreifender Spaltung entstehen, genügend unterrichtet sind, wird es erlaubt sein, sieh dem Studium der schwerer faltbaren und bisher wenig charakte¬ ristischen intermediären Zersetzungsprodukte zuzuwenden. Da die Thymusnucleinsäuren relativ stickstolfarm sind und es durch¬ aus ei forderlich ist, die am Kode der Kntersuchung erhaltenen kristallinischen Körper durch die Analyse zu identifizieren, so konnten die Versuche nur an groben Mengen Ausgangsmaterial vorgenommen werden; als solches habe ich vorläufig, um über¬ haupt einmal Anhaltspunkte zu bekommen, den nach der Vor¬ schrift von A. Neumann1) als a-Nucleinsäure gewonnenen Körper in Form seines Kupfersalzes benutzt, von dem je HK) g der Spaltung unterworfen wurden, liier sollen zunächst die Resultate mitgeteilt werden, die ich bei der Zersetzung dieses Körpers mit Jod wasserst offsäure bei Gegenwart von phosphoriger Säure erzielt habe. Diese Methode bietet gegenüber der Spaltung mit siedender Schwefelsäure oder Salzsäure manche Vorteile. 'i Arch. f. Anatomie u, Physiologie. Physiolog. Abteilung 1898. S. 394: 189t) Spbtl. S. 5Ö2.