î'ber (1. Donathsohen Nachweis von Cholin in Fällen von Epilepsie. m normalen menschlichen Harnes nur 2 mg salzsaures Cholin hinzugefiigt wurden. Der Donalhsclie Nachweis von Cholin muh als richtig anerkannt werden, wenn es sich bewahrheitet, dab ai die oben erwähnten vielgestaltigen-- Mikrokristalle in der Tat durch Cholinplatinchlorid gebildet werden, und für diese Verbindung auch wirklich so charakteristisch sind, dab sie von den Kristallformen aller anderen, hier in Betracht' kommenden Platindoppelsalze wohl zu unterscheiden sind; b) dab ferner in das absolut alkoholische Extrakt nicht einmal Spuren von Ammoniaksalzen übergehen, da ja die Mikrokristalle von Ammoniumplatinchlorid von denen des Cholin- platinchlorids bekanntermaßen nur schwer zu unterscheiden sind. Diese sub a und b angeführten Umstände sind als con¬ ditio sine qua non* zu betrachten: sollten sie sich nicht be¬ wahrheiten, so ist das ganze Donat hache Verfahren als un¬ brauchbar anzusehen. a) Dab die von Donath abgebildeten Kristallformen nicht nur nicht charakteristisch für das Cholinplatinchlorid, sondern auch gar nicht die des Cholins sind, ergab sich bereits bei meinen ersten Versuchen, die neue Methode, auf ihre Brauch¬ barkeit hin zu prüfen. Ich erhielt nämlich aus «loin Harn gesunder Hunde (die niemals Cholin bekommen hatten) mittels Don attischem Verfahrens dieselben Krislallformen, die Donath aus der — angeblich cholinhaltigen — Cerebrospinalllüssigkeit seiner Kranken dargestellt hatte. Zu demselben Besultat kam ich auch weiterhin immer, ob es sich nun um den Urin normaler Hunde oder gesunder Menschen, um die Cerebrospinalllüssigkeit eines an Meningitis tuberculosa leidenden Kindes oder eines getöteten Pferdes gehandelt hatte.1) (Siehe Fig. I —b.) Dab es sich hier nicht um Cholinplatinchlorid handelt, dafür habe ich noch einen anderen positiven Beweis; Aus *) Die auf Seite ÖHU vorkommende Angabe Donaths, «laß aus dem Harn eines Hundes, der" subkutan 8—7 eg Cholin bekam, die er¬ wähnten Kristallformen nicht zu erhalten waren, erscheint um so he- iremdlicher, als ich jene; Kristalle, wie oben angeführt, aus jedem nor¬ malen Menschen- und Hundeharn darstellen konnte!