Über den Donathschen Nachweis von Cholin in Fällen von Epilepsie. Vom G. Mansfeld Mit sii'lien AbbiliUnigt*» auf 'im Tafel». (An> ilen» pharmakologische» Institut .1er König!, ungar. l'nivrrsitat zu Budapest. Direktor: l’rof. Dr. \. v. Bokay.) (Der Bedaktion zugegangen am :t. Juni HMD.) Im Verlaufe von experimentellen Studien iil>er Cholin, die ich derzeit noch nicht zum Abschluß gebracht habe, kam ich des öfteren in die Lage, Cholin im I rin naehweisen zu sollen. Da dieser Nachweis laut Cumbreehts1) Untersuchungen mit großen Schwierigkeiten verbunden und dennoch-nicht mit Bestimmtheit zu führen ist, kam mir (‘im* vor kurztun publizierte Arbeit von Donath2) gelegen, als es genanntem Autor gedungen sein sollte, das Cholin sowohl in der Cerebrnspinallliissigkeit als auch im L'rin mit absoluter Sicherheit nachzuweisen. Ks sei mir gestattet, in folgendem zu zeigen, daß hiervon nicht die Rede sem könne, daß vielmehr der vmneintliehe Nachweis von Cholin auf einem Irrtum beruht. Donaths Vorschrift lautet wie folgt: 1. ln der Cerebrospinalfliissigkeit : Die steril aul¬ gefangene Flüssigkeit wird mit wenig verdünnter Salzsäure ver¬ setzt und am Wasserbad zur Trockene verdunstet. - Der Rück¬ stand wird — und davon hängt das tadellose* (ielingen der Untersuchung ab — mit vollständig wasserfreiem Alkohol erschöpft. In den absoluten Alkohol gehen das neben dem ») K. Gumpreoht, Cholin in der norm. u. path. Spinaltlüssigkeit und die physiolog. Funktion derselben (Verb. d. Kongresses tür innere Medizin, Wiesbaden, 1900). Julius Donath, Das Vorkommen und die Bedeutung des,Cholins in der CerebrospinalIIiissigkeit bei Epilepsie und organischen Erkrankungen des Nervensystems, nebst weiteren Beiträgen zur Chemie derselben, Diese Zeitschrift. Bd. XXXIX, Heft <>, S. .riti, im