Über das Schicksal einiger aromatischer Säuren bei der Aikaptonurie. Von Otto Neubauer und W. Falta. t.\us der II. medizinischen Klinik in München und «I**r medizinischen Klinik,in Hasel.) (Der Redaktion zugeganeen am 17. Mai l'.'Ot.) Als Aikaptonurie bezeichnet inan bekanntlich eine Ab¬ normität des Stoffwechsels, die darin besteht, daß die aus den Kiweißkörpern stammenden aromatischen Aminosäuren Tyrosin und Phenylalaniil nicht wie beim Normalen vollständig verbrannt, sondern in Form von Üiphenolsäuren (Homogentisinsäure, Itro- leucinsäure) ausgeschieden werden.1) OII /\ i I X/ 1 CH, f CH.NH, I . COOH Tyrosin — p-Oxyphenyl- a-Aminopropion- säure. HO /\ HO X/ CH, CH.NH., i COOH Phenylalanin — Phenyl-a-Amino- propionsäure OH OH, OH.OH /X 1 ! X/ OH CH, I COOH COOH l’roleucinsäure*) Homogentisin- = Dioxyphenyl- säure a-Milchsäure — Dioxyphenyl- essigsäure. Um einen Hinblick in das Wesen dieses eigenartigen Um- wandlungsprozesses zu gewinnen, haben bereits frühere Autoren untersucht, ob nicht aueli andere aromatische Säuren im Orga¬ nismus des Alkaptonurikers eine analoge Veränderung erfahren. So haben E m b d e ns) und M i 11 e 1 b a c h4) Phenylessigsäure, Pheny 1- ‘) Über den gegenwärtigen Stand der Lehre von der Aikaptonurie siehe F. Müller in Leydens Handbuch der Ernährungstherapie. II. Auf¬ lage. S. 241 (1903). *j H. Huppert, Diese Zeitschr., Bd. XXIII, S.412 (1897). •*) Kmbden, Diese Zeitschr., Bd. XVIII. S. 317 (1894). *) Mittelbach, I). Arch. f. klin. Med.. Bd. 71. S. (il (1901). Hoppe-Scyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XLII. (>