Über die Geschwindigkeit der Fermentreaktionen bei Zusatz chemisch indifferenter Stoffe. Von Hermann Itraeiining. • Aus dem physiologischen Institut zu Kiel.» (l>er Kedaktion zugegangen am 1«. Mai 1‘KU.i ib(T don KinfluH der Kiekt roi y ten auf die Geschwindig¬ keit der fermentreakt innen liegen nicht wenig Versuche vor. \\ ahr.'scheinlich kommt dabei zum Teil die chemische W irkung der Elektrolyten auf die beteiligten Stoffe in betracht, zum leil wühl auch di<» Beeinflussung der kolloidalen Enzyme durch elektrische Ladungen, und endlich mag die noch nicht näher be¬ kannte sogenannte * Wirkung der Neutralsalze > bei der Reaktions¬ geschwindigkeit eine Holle spielen. Cher den Einfluh chemisch indifferenter Stoffe scheinen dagegen wenig Untersuchungen un¬ geteilt zu sein. I nd doch ist das Studium dieser Vorgänge nicht ohne Interesse*. Die folgenden Versuche sollen einen Beitrag zur Kenntnis des Einflusses liefern, welchen eine Ver¬ änderung des Mediums auf den Verlauf der Enzymreaktionen « ausübt. Glyzerin. Die meisten \ ersuche wurden mit Glyzerin angestellt, da es chemisch sehr indifferent ist, sich mit Wasser in allen Ver¬ hältnissen mischt und ein leidliches Lösungsmittel ist. Dah Glyzerin die fermente nicht schädigt, sondern ein .besseres Aufbewahrungsmittel- als Wasser für dieselben ist. ist bekannt (z. I>. ferini und Pernossi11); doch scheint es zum Medium für fermentative Prozesse nicht geeignet zu sein. Um dies zu zeigen, wurde eine gesättigte Lösung von Hohrzucker in Glyzerin hergestellt und zu 25 ccm derselben 2 ccm einer *' Zeitsclir. f. Hyg.. lid Will. S. !)() u. f. |1S‘U .