Einige Notizen über das Lupeoi. Von E. Schulze. (Aus dem agrikulturchemischen Laboratorium des Polytechnikums in Zürich). (Der Redaktion zugegangen am 31. März 1904.) Für seine Untersuchung «Über das Lupeoi»1) verwendete A. Likiernik ausschließlich ein aus den Samenschalen von Lupinus luteus dargestelltes Präparat dieses schön kristalli¬ sierenden, dem Cholesterin nahestehenden Körpers. Da es von Interesse war, auch ein Lupeolpräparat anderer Herkunft zu untersuchen, so stellte auf meine Veranlassung N. Castoro ein solches aus den gleichfalls lupeolhaltigen Samenschalen von Lupinus albus her; dies geschah nach dem von E. Ritter2) für die Abscheidung von Cholesterinen aus Fett angegebenen Verfahren. Das aus 1 Kilo Samenschalen gewonnene Roh¬ produkt, dessen Gewicht 2,3 g betrug, wurde durch Erhitzen mit Benzoylchlorid in das Benzoat übergeführt, letzteres zur Entfernung von Beimengungen zunächst mit Weingeist, in welchem es sehr schwer löslich ist, behandelt, dann wiederholt aus Äther umkristallisiert. Der Schmelzpunkt des so erhaltenen, aus nadelförmigen Kristallen bestehenden Produkts lag bei 262—264°, während ein wiederholt umkristallisiertes Lupeol- benzoatpräparat unserer Sammlung bei 265—266° schmilzt. Die kleine Differenz kann auf den Umstand zurückgeführt werden, daß das von Castoro dargestellte Präparat, dessen Quantität nicht groß war, nicht so oft umkristallisiert werden konnte, wie das Präparat unserer Sammlung. Der Rest jenes Präparates wurde verseift, das dabei gewonnene Lupeoi zur Kristallation gebracht. Die Lösung der Kristalle in Chloroform gab mit *) Diese Zeitschrift, Bd. XV, S. 415. 2) Diese Zeitschrift, Bd. XXXIV, S. 430.