Die Endprodukte der Selbstverdauung tierischer Organe. (Erste Mitteilung). Von P. A. Levene. (Aus der physiologisch-chemischen Abtheilung des pathologischen Instituts der New-Yorker Staatskrankenhäuser.) (Der Redaktion zugegangen am 2t. März 1904.) Durch die Arbeiten von Salkowski, Hedin, Rowland, Jacobi und andern ist es erwiesen worden, daß den meisten tierischen Organen und Geweben eine eiweißspaltende Eigen¬ schaft zukommt. Die Methoden von Kos sei und Fischer haben es ermöglicht, die Spaltungsprodukte der Eiweißkörper zu trennen und zu identifizieren. Damit ist das Studium der chemischen Vorgänge bei der Autolyse überlebender Organe erleichtert worden. Nun scheint man berechtigt, anzunehmen, daß der Chemismus des Stoffwechsels im Leben jenem bei der Autolyse ähnlich ist. Eine vergleichende Untersuchung der Endprodukte der Selbstverdauung verschiedener Organe konnte deswegen dazu dienen, um die Abhängigkeit der Funktion vom Stoffwechsel zu erklären.. Die vorliegende Arbeit ist mit dieser Absicht unternommen worden. ZwTar sind in den letzten Jahren mehrere Untersuchungen in dieser Richtung erschienen, doch sind nicht alle Organe untersucht, und nicht in allen Fällen sind die genauen Methoden von Fischer angewandt werden. A. Pankreasautolyse. Die Produkte der Pankreasautolyse sind sehr eingehend, hauptsächlich von Kutscher, untersucht worden. Die folgenden Substanzen sind von diesem Forscher identifiziert worden: Guanin, Adenin, Xanthin, Hypoxanthin, Histidin, Arginin, Lysin, Leucin, Tyrosin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Ammoniak. Außerdem ist von mir das Vorkommen von Uracil erwiesen worden. In dieser Übersicht bemerkt man das Fehlen der