Beiträge zur Kenntnis der aus Pflanzen darstellbaren Lecithine. (Erste Mitteilung.) Yon E. Schulze und E. Winterstem. (Ans dem agrikulturchemischen Laboratorium des Polytechnikums in Zürich.) (Der Redaktion zugegangen am 9. Oktober 1903.) Die schon vor mehreren Jahrzehnten ausgesprochene, damals aber noch nicht sicher bewiesene Annahme, daß zu den in den Pflanzen verbreiteten Stoffen auch die Lecithine gehören, hat durch die von E. Schulze in Verbindung mit E. Steiger, A. Likiernik und S. Frankfurt ausgeführten Untersuchungen,]) denen die Arbeiten einiger anderer Autoren sich anschlossen, eine Begründung erhalten. E. Schulze und A. Likiernik stellten eine in ihren Eigenschaften und in ihrem chemischen Verhalten mit Lecithin übereinstimmende Substanz aus fein zerriebenen Lupinen- und Wickensamen in folgender Weise dar : Das mittels Äther so vollständig wie möglich vom Fett befreite Samenpulver wurde bei 50° C. mit absolutem Alkohol extrahiert, der filtrierte Auszug bei der gleichen Tem¬ peratur eingedunstet, der Verdampfungsrückstand mit Äther i) Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in folgenden Ab¬ handlungen mitgeteilt worden: Über den Lecithingehalt der Pflanzensamen, von E. Schulze und E. Steiger, Diese Zeitschr., Bd. XIII, S. 365—384. Über das Lecithin der Pflanzensamen, von E. Schulze und A. Likiernik, ibid., Bd. XV, S. 405—414. Über die Bestimmung des Lecithingehaltes der Pflanzensamen, von E. Schulze, ibid., Bd. XX, S. 225-232. Über den Lecithingehalt einiger vegetabilischer Substanzen, von E. Schulze und S. Frankfurt, Landwirtsch. Versuchsstationen, Bd. 43, S. 307—318.