Untersuchungen über tierische Lernstoffe. II. Mitteilung. Über Knorpelglutine (Gluteine). Von Wl. S. Sadikoff aus Si. lVterslnini. IAns .kr ('lieini'i licn Al'tvilun^ «K*s In.-tituts zu li.-rlin , il>er Hflaktion zu^i gangen am ic. An^U't Glutin aus Knorpel wurde von C. Th. Monier1-) darge- stellt. Er benutzte zwei verschiedene Methoden. 1. Kein zer¬ kleinerter Traehealknorpel erwachsener Hinder wird durch Digestion mit Gum "niger Kalilauge hei 10° von prüformierter Ghondroitinsehwelelsäure und darauf mit 0.2 bis O,oft/uiger Salzsäure bei derselben Temperatur behandelt. Dabei «rollt im Verlauf von einigen Tagen ein grober Teil des Collagens in Lösung, während Chondromukoid und Albumoid Zurückbleiben. Aus der Digestionsflüssigkeit Scheidet sieh das Glutin hei Sättigung mit Natriumsulfat als flockige Fällung aus, deren Lösung in wenig W asser mittels Dialyse gegen lauwarmes Wasser von Salz und Säure befreit wird. 2. Das gleiche Material wird durch Digestion mit täglich gewechselter 0.2 bis 0,f>%,jger Kalilauge von Chondromukoid und Chondroitmschwelelsäure völlig befieit, mit Wasser bis zur vollkommenen Entfernung der Kalilauge ausgewaschen und dann im Da pin sehen Topf hei 110° mit W asser erhitzt. Dabei bleiben Albumoid und Knorpel¬ zellen ungelöst, während Collagen als Glutin in Lösung geht. Die nach beiden Verfahren erhaltenen Lösungen gela¬ tinierten und gaben alle Reaktionen des Glutins. Die aus den Lösungen isolierten Glutine enthielten DU!0 o Stickstoff als *' Skand. Areli. f. Physiol.. I. gag (18K‘|,.