Die Kohiehydratverbrennung in den Muskeln und ihre Beeinflussung durch das Pankreas. (I. Mitteilung.) Von Otto Cohnheim. (Aus dem physiologischen Institut Heidelberg.) (Der Redaktion zugegangen am 1. August 1903.) In den Muskeln werden große Mengen von Traubenzucker verbrannt, und nach unseren heutigen Anschauungen ist anzu¬ nehmen, daß diese Verbrennung durch ein in den Muskeln enthaltenes Ferment geschieht. Ist doch die Spaltung des Traubenzuckers in der Hefe von Buchner1) auf ein Ferment, die Zymase, zurückgeführt worden, und haben Hahn2) und Stoklasa3) gezeigt, daß auch die höheren Pflanzen ein der¬ artiges Enzym enthalten. Es hat indessen bisher nur Lauder Brunton4) ein äußerst schwaches glykolytisches Ferment in den Muskeln beschrieben. Sonst ist immer nur von der Glykolyse *) E. Buchner, Alkoholische Gärung ohne Hefezellen. B. B. 30, 117, 1897. — 30,1110. — 31, 568, 1898. — E. Buchner u. R. Rapp, ibid. 30, 2668. — 31, 1084, 1090, 1531, 1898. — 32, 127 u. 2086, 1899. — R. Albert, B. B. 32, 2372, 1899. — R. Albert u. E. Buchner ibid. 33, 266,1900. — E. Buchner, 33, 3307,3311. —R. Albert, E. Buchner u. E. Rapp, 35, 2376, 1902. — E. Buchner, H. Buchner u. M. Hahn, Zymasegärung, 1903. 2) M. Hahn, Chemische Vorgänge im zellfreien Gewebssaft von Arum maculatum. B. B. 33, 3555, 1900. 3) J. Stoklasa, J. Jelinek u. J. Vitek, Hofmeisters Bei¬ träge 3, 460, 1903. 4) Lauder Brunton, On a probable glycolytic ferment in muscle etc. Zeitschr. f. Biologie 34, 487 (1896). — Lauder Brunton u. J. H. Rhodes, Zentralblatt f. Physiologie 12, 353, 1898.