214 Bemerkung zur Abhandlung von H. Scholz. Diese Zeitschrift, Bd. XXXVIII, Heft 5 u. 6. Von Herrn. Hildebrandt. (Der Redaktion zugegangen am 9. Juli 1903.) In seinen «Beiträgen zur Frage der Entstehung des Indicans im Tierkörper» hat H. Scholz auch meiner Abhandlung1) an zwei Stellen, S. 522 u. 530, Erwähnung getan. Ich habe s. Z. festgestellt, daß die toxische Wirkung der subkutan injizierten Oxalsäure stärker ist,2) wenn das Versuchstier (Kaninchen) nur mit Hafer gefüttert wird, als bei Zugabe von Kalk zum Futter; ich erkläre diese Verschiedenheit damit, daß bei Kalkzufuhr die injizierte Oxalsäure leichter unschädlich gemacht wird, was beim nur mit Hafer genährten Tiere weniger leicht stattfinden kann, weil infolge des Gehaltes des Hafers an Oxalsäure der Kalkvorrat der Gewebe erschöpft ist. Dieser Zusammenhang ist ein etwas anderer, als Sch. auf S. 522 angibt. Auf S. 530 erwähnt Sch. meine Angabe, daß als Folge der Oxalsäureinjektion beim mit Hafer genährten Kaninchen Indicanurie eintritt, hier aber direkt unrichtig, indem er schreibt, ich hätte angenommen, daß die vermehrte Indicanausscheidung auf den Oxalsäuregehalt des Hafers zurückzuführen sei. Ich mußte das Auftreten der Indicanurie mit der Injektion der Oxalsäure in Zusammenhang bringen, da Peurosch3) eine solche gar nicht bei Fütterung mit Hafer nach- weisen konnte. Da nun Sch., wie aus der Fußnote S. 534 hervorgeht, bei Haferfütterung im Gegensätze zu den Angaben von Peurosch fast stets hohe Indicanwerte findet, so wird zunächst dieser Widerspruch aufzuklären sein. f Diese Zeitsehr., Bd, XXXV, S. 141 ff. s) 1. c., S. 147. â) I.-D., Königsberg 1877.