1HH I. Weiß. Erwiderung. Erwiderung auf die Arbeit des Herrn Dr. Hupfer. lieft 4, Bd. XXXVII dieser Zeitschrift. Von Dr. med. 4. Weift (Basel). Der KiMlaktion zugcpahgen am 2'J. März 1903.) In Heft 4, Bd. XXXVII, S. 302 ff; hat Herr Hupfer die von mir angestellten Versuche über die Erforschung der Bedingungen der Harn¬ säurebildung einer Nachprüfung unterzogen und ist dabei zu einem gegenteiligen Resultate bezüglich des Einflusses der Chinasäure auf die Ausscheidung der Harnsäure gekommen. Herr Hupfer macht mir den Vorwurf, daß meine Theorie auf einem einmaligen positiven Ausfallen einer Versuchsreihe basiere, und daß ich mich auf eine einzige tägliche Harnsäurebestimmung verlassen habe. Beides ist unzutreffend; ich habe allerdings nur immer einen von mehreren Versuchen veröffentlicht, aber mehrere vorgenommen ; ferner habe ich nicht eine tägliche Harnsäurebestimmung, sondern mehrere gemacht, indem ich speziell Gewicht darauf legte, den Harn möglichst bald nach der Entleerung aus der Blase zu verarbeiten, um den Ver¬ lust ' zur vermeiden, welcher beim Wiederauflösen der bei längerem Stehen ausgefallenen Harnsäure entsteht. Ferner hat Herr Hupfer seine Versuche, zwei an der Zahl, nur an sich selbst angestellt, und es wäre daher wohl möglich, daß sein Organismus sich der Chinasäure gegenüber anders verhält als der Organismus der meisten übrigen Menschen; hat er ja doch auch normaler Weise eine ziemlich hohe Hippursäureziffer ge¬ funden, während diese Säure bei den meisten Menschen in kaum wäg¬ barer Menge ausgeschieden wird. Meine Versuche sind dagegen nicht nur an mir selbst, sondern auch an anderen Personen angestellt, ins¬ besondere die von Herrn Hupfer stark angegriffenen Thymus- bezw. Pankreasversuche. Was den therapeutischen Wert der Chinasäure betrifft, so kann ich als nicht praktizierender Mediziner keine eigenen Versuche auf¬ weisen, muß mich also auf das mit geringen Ausnahmen günstige Erteil der Kliniker verlassen.