Darstellung und Analyse einiger Nucleinsäuren. Drit te Mitteilung. ■ V..n . . i • • I*. A. Levnio. Aus <!< r ( liciiiiM hoii Al'teiJun^ des palli<di»pscht'ii In.-Iituis der New Viirki-r Stajilskrankeahiuiser.) d>er Uedaklioii zujregaiifren am 1. April ltMKî.) In mt‘iiV(M zw(*ilen Mitteilung über die Analyse der Milz- nucleinsäuro wurde berichtet, dal* bei der Hydrolyse mit 25°/« iger Schwefelsäure Thymin und eine Hase, welche die Zusammen¬ setzung von CJI-N-jO halte, Vorkommen. I nahhängig von Kos sei und Stendel habe auch ich die Yormulung ausgesprochen, dal* die Substanz dein Cytosin von Kussel und Neumann ähnlich war, und rial* sie möglicher¬ weise ein Aininouxypy rimidi n darstellte. Nun sind aber mehrere Isomere dieses Körpers möglich, und Rosset und Stendel geben an, dal* das Störcvtosin von dem Thvmuscvtosin im • ». Verhalten zum .lodwismuthjodkalium sieh unterscheidet. Ivs war deshalb wünschenswert, die 'Eigenschaften des Milzcytosins näher zu untersuchen. Da es mir gelang, bei der Verarbeitung einer gröberen Menge von Milznuoleinsüure anbei* dem Thymin und Cytosin auch t’raeil nachzuweisen, so will ich schon hier die Methode, welche ich zur Trennung der drei Pyrimidin- derivate anwondote. angeben. Die Hasen werden mit Silbernitrat und Hary t wasser niedergeschlagen, das Silber mit Schwefelwasserstoff entfernt, und die silberfreie Lösung b(‘i vermindertem Druck eingedampft und etwa iS Stunden stehen gelassen. Das Thymin scheide! sich dann quantitativ aus. Aus der Mutterlauge wird der vor