Zur Kenntniss der Jodirungsprodukte der Albuminstoffe. Von Dr. med. C. II. L. Schmidt. I. . , (Oer Hoilartion zugegangeti am 2H. April l‘JU2.) Als ich mich vor einiger Zeit1) mit der Untersuchung der bei der Jodirung von AlbuminstofTen entstehenden Reactions- produkte beschäftigte, hatte ich bei der quantitativen Be¬ stimmung der Jodwasserstoflsäure des öfteren Gelegenheit, eine Erscheinung zu beobachten, die ich mir nicht ohne Weiteres erklären konnte lind die Veranlassung zu der nach¬ folgenden Arbeit wurde. Bekanntlich findet bei der fractionirten Jodirung der EiweissstofTe neben einer langsamen Oxydation (HJ-Bildung) eine continuirliche Abspaltung von Amidstickstotf stall, der als jodsaures Ammonium und Ammoniumjodid in der von mir angegebenen Weise nachweisbar ist. Eine An¬ reicherung der Jodsäure ist nicht möglich, da beide Processe neben einander herlaufen und die entstehenden Produkte1 sich beständig nach folgender Formelgleichung zersetzen : önh4j-f nh4jo;,4-uhj>-u^h4.i + u i + aty ». Unter den ( I. e.) angegebenen Bedingungen hatte ich jedoch stets einen Uebersclmss an IUI. der von Versuch zu Versuch allmählich absolut abnahm, jedoch die grösste Abnahme zeigte gleich nach dem Jodzusatz, zu einem Zeitpunkt also, wo die Jodconcentration am grössten war. Hieraus schliesse ich rückwärts, dass die Abspaltung von Amidstickstolf eine Function der Jodeoncentration, von ihr abhängig ist. dass dieser Process ». Diese Zt itsdirii't. Bd XXXIV. Heft 1 u 2.