lieber Bildung colloidaler Hohlkörper aus Heptylaminseifen und Wasser. II. Von F. Krallt und R. Funcke. Mit einer Tafel. iDtf KeJaction zugegaugen ain 1;Y Dozembor 1901.) Das Heptylamin, C7Hl5 NH2, wie seine Homologen aus der Luft Feuchtigkeit und Kohlensäure anziehend, ist ein zu Myelinbildungen vorzüglich geeignetes Präparat. Bringt man einen Tropfen dieser Base mit Wasser in kohlendioxydhaltiger Luft unter das Mikroskop, so sieht man in Folge der Carbonat¬ bildung sehr dünnwandige und Tormenreiche Myelinbildungen entstehen. Viel beständiger, theilweise von einer fast unbe¬ grenzten Haltbarkeit sind diejenigen eolloidalen Hohlkörper, welche von den Heptylaminseifen gebildet werden. Die Unter¬ suchung dieser Objecte, über deren vorläufige Ergebnisse nach¬ stehend kurz berichtet wird, schliesst sich an die früheren Beobachtungen des Einen von uns über Alkaliseifen an. Da die Ouellung und Lösung der Seifen in Wasser wesentlich von der Schmelztemperatur der freien Fettsäuren abhängt, sind die Seifen der tiefschmelzenden Oelsäuren schon bei niederen Temperaturen in Wasser löslich oder mit dem¬ selben (juellbar. Ganz ebenso verhalten sich die Heptylamin¬ seifen der Oclsäure und ihrer Homologen. Die Darstellung dieser Salze, deren Componenteu leicht schmelzbar und flüssig sind, erfolgt mühelos, indem man Säure und Base in äquivalenten Mengen abwägt und flüssig mit einander mischt. Bei der Abkühlung erstarren solche Salze dann in blättrig kristallinischer Form und verflüssigen sich wieder bei einer Temperatur, welche nur wenig vom Schmelzpunkt der freien Oelsäuren abliegt.