Beiträge zur Kenntnis einiger aus Pflanzen dargestellten Aminosäuren. Von K. Schulze und E. h interstem. (Aus .loin agri. ultur-ohomisrhon Laboratorium «los Polytechnikums in Zürich - Dor Re.laction zugogangen am 2. April typ*; \on R. Schulze und seinen Mitnrboitorn wurden au: Keimpflanzen und anderen Untersuchungsobjekten pflanzlichei Ursprungs vier Monoaminosäuren dargestellt, nämlich Amino valcriansäure, Leucin, Phenylalanin und Tyrosin. Da: Phenylalanin wurde von den Genannten einer eingehende! Untersuchung unterzogen, deren Zweck es war, die Constitu tion dieser bis dahin noch unbekannten Aminosäure auf'zu klaren: die bezüglichen Versuche fanden ihren Abschluss ii der Arbeit von E. Schulze und E. Nägeli.’r Die Unter suchung der aus den Pflanzen dargestellten Präparate vor Aminovaleriansäiire, Leucin und Tyrosin wurden’ im Allge meinen nur so weit fortgeführt, als dies zur Idenlrlicirung dei genannten Stiekstoflverbindungen erforderlich war. Es schien nun angezeigt zu sein, mit diesen Aminosäuren hoch einige Versuche anzustellen, insbesondere aber im Polarisationsupparal ihr specifisches Drehungsvermögen zu bestimmen und dasselbe mit dem Drehungsvermögen der hei der Spaltung voij Kiweiss- .Substanzen durch Säuren erhaltenen Präparate der gleichen Aminosäuren zu vergleichen. Dass man bei dieser Vergleichung übereinstimmende Zahlenerhalten werde, konnte von von" herein nicht mit Sicherheit erwartet werden; demi es lag im Pereich der Möglichkeit, dass den optisch aetiven Aminosäuren *! Diese Zeitschrift, IW. XI. S. 201. 21