T Weber die Trennung des Phenylalanine von anderen Aminosäuren. Von K. Schulze und K. Winterstein. Aus ,l, n. aprin.IturrfMtnisrh. n Laboratorium .1.« rolylorhnikun.s in Ziirk-h. Der Hedadion zugejrangey am l.{. Mar/ l'J02.) Zur Isolmmg des Phenylalanins benutzten K. Sclnilze und .1 Barhieri'i die Kigensclmft dieser Aminosäure, mit kuirfer eine m Wasser sehr wenig lösliche Verbindung zu geben, welche sieb bei geeignetem Verfahren meistens vor den Kuplerverbindiingen anderer, in der gleichen Flüssigkeit vorhandener Aminosäuren aiisseheidet. Mit Hülfe dieses Ver- lahrens gelingt es leicht, das Phenylalanin aus zwei- bis drei¬ wöchentlichen eliolirten Keimpflanzen von Lupinus luteus dar¬ zustellen - aus demjenigen Material also, in welchem die ge¬ nannte Aminosäure entdeckt worden ist. Das Gemenge von Aminosäuren, welches in der von K. Schulze und .1. Barbiéri beschriebenen Art und Weise aus den genannten Keimpflanzen sich gewinnen lässt, besteht im Wesentlichen aus Phenyl¬ alanin und Aminovaleriansäure. Erhitzt man die wässerige l.ösung dieses Gemenges mit frisch gelalltem Kupferhvdroxyd, so scheidet sich ziemlich reines Phenylalaninkupfer aus. Die daraus gewonnene Aminosäure kann dann durch mehr¬ maliges Ausfällen mit Kupferaeetat aus heisser wässeriger l-ösung gereinigt werden. Bietet aber die Darstellung des Phenylalanins auf diesem Wege hier keine Schwierigkeit dar, so ist sie doch mit beträchtlichem Verlust verbunden. Denn bekanolBcli bezilzen die Kupferverbindungen der Aminosäuren in gewissem Grade die Kigensclmft, sich gegenseitig in Lösung zu halten. Die vom Phenylalaninkupfer abliltrirte blaue Flüssig¬ keit. ta welcher 'm m Wasser ziemlich leicht lösliche amino- valermnsaure Kupfer sich vorfindet, enthält daher auch einen Theil 'l) f- praktische Chemie. N. F.. IUI. 27. S. 387.