Eine neue Methode zum Nachweis von Glukosamin und ihre Anwendung auf die Spaltungsprodukte der Mucine; Von . II. Steudel. (Aus dem physiologischen Institut zu Heidelberg Der Hedaction zugepan<ren am 2«. Dr. ember UHM.i Unsere Kenntnisse von der chemischen Zusammensetzung der Ei weisskörper haben in dem letzten Jahrzehnt überraschende Fortschritte1) gemacht. Während noch zu Liebig's Zeiten die Monoainidosäuren und das von Liebig seihst entdeckte Tyrosin die'einzigen bekannten kristallinischen Spaitungs- produkte bildeten und der Rest, der sich nicht weiter auflösen liess, der Hypothese weiten Spielraum gestattete, haben sich heute die Verhältnisse umgekehrt : wir kennen von sehr vielen Eiweisskörpern fast die gesammte Menge der Spaltungsprodukte als wohlcharakterisirte krystallinischo Körper, und der Phantasie ist es heute durchaus nicht mehr erlaubt, mit wohlklingenden Namen uns über unsere Unkenntnis* hinwegzutäuschen. Wir verdanken diesen Fortschritt unseres positiven Wissens der systematischen Forschung, die in zielbewusster Weise die einzelnen markanten Eigenschaften der Eiweissstdïïe ‘bis auf ihre letzten Spaltungsprodukte verfolgt hat ; so hat uns z. R. der Stickstollgehalt der Eiweisskörpor den Weg zu den Diamino- säuren gewiesen, der Sohwefolgehalt'hat tins zürn Cystin geführt und der Phosphorreicht hum vieler Proteide war die Veranlassung, eine neue Klasse von Eiweisskörpern, die Nuoleine, aufzustellen. In derselben Weise hat die Fähigkeit mancher Fiweisskörper, C A. Knssej. lieber den gegenwärtigen Stand der Kiweissrhemie. berichte der deutseb. cbem. < iesellscb.. lahrjr. ;il. H21 i 2P