Die Spaltung des krystallinischen Eier- und Serumalbumins sowie des Serumglobulins durch Pepsinverdauung. Von - ' ' Dr. F. Umber. Volontär-Assistent d<T meit Klinik. Auh tlt-m physiologisch clientischcn Institut zu Strassburg. Neue Folge Nr. T.i ,lK*r Keilaction zuge^unp. n am 12. Mai 18U8.) Dy« grosse Eiweissmolekül wird durch die peptisclu1 SpqUung in eine verhältnissmässig geringe Anzahl von Brudi- ' Glücken Verlegt, welche seihst weiterhin nicht mehr gespalten werden. Diese Spattungsniethode hat daher vor allen tiefer ein¬ greifenden, wie z. B. Zersetzung mit Alkali, Säure oder Trypsin, den grossen Vorzug, dass sie uns eine klare Uebersicht über die wenigen ersten Bruchstücke ermöglicht. Freilich sind diese immer noch complieirte Verbindungen von hohem Molekular¬ gewicht und somit einem Verständnis ihres Aufbaues in »eh wenig zugänglich. Trotzdem erscheint eine Bearbeitung des Eiweissproblems von dieser Seite aussichtsvoll. Die vielfachen Versuche* welche auf die Feststellung der letzten Spaltungs¬ produkte der Eiweissstoffe hinzielten, haben bisher keinen Ein¬ blick in deiv Bau des Eiweissmoleküls gewährt, weil einerse its ihre grosse Anzahl, andererseits die Unmöglichkeit, sie einzeln quantitativ zu bestimmen, einer ausreichend begründeten Vorstellung über ihre gegenseitige Verknüpfung im Wege steht. Dagegen dürften wir wohl durch Zerlegung der ur¬ sprünglichen grossen Eiweissmoleküle in Complexe, welche ihrerseits in inindereomplieirte Zwischenstufen, schliesslich in Endprodukte zerspalten werden können, der erwünschten Auf¬ klärung näher kommen. Diesen Weg einzuschlagen, erschien solange nicht besoii-