Ein Fall von Vergiftung mit Arsenwasserstoff. V.' Von ' I)r. Wl. (tuleivitsch, ' hivahWent. Aus dem Med.-chem. Laboratorium der Universität Moskau. - (Oer Redaction zugegangen am St. Januar 189-S.) Da dir Vergiftungen mit Arscnwasserstötf sehr seiten Vorkommen, so glaube ich, dass cs nicht überflüssig ist, eine ganz kurze Beschreibung der diebischen Untersuchung eines solchen Falles zfi gehen. In die medicinische Klinik des .Herrn Prof. K/Pawlinövv Wl,,,d(‘ am 7. Oktober 1897 ein Patient M., Verwalter einer Bronzegiesserei, mit Erscheinungen einer schweren Vergiftung aufgenommen. In Bezug auf die chemischen Verhältnisse wurde i11 der Klinik durch Herrn Hr. B. Selen in Folgendes vermerkt: Polyurie, Hämoglobinurie, Albuminurie (der Eiweissgehalt be¬ trug l°;oj, Urobilinurie: (iallenpigmente undGallensäurenkonnten im Harne nicht gefunden werden. Die Anamnese; ergab, dass am B. Oktober 1897 M. mit einer Mischung arbeitete, welche aus Arsensäure, Schwefelsäure, Salzsäure und Wasser bestand und worin er eine Zink- und eine Kupferplatte eintauchte; nach etwa einer Stunde, während deren M. die aus der Mischung entweichenden Dämpfe einatlunete, traten die Vergiftungssymp^ tome auf. Herr Prot. K. Pawlinow übergab mir zur chemischen Untersuchung etwa 2 Liter des am K. Okl..l,er von M gelassenen l i ins. Da der Harn vorher stark eingedampft war, so konnte uh leider eine Untersuchung auf Pigmente nicht ausführen. Per eingedampfte Harn wurde hchuls Zerstörung der organischen